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Zukunftsmodelle für einen unternehmensorientierten Wissens- und Technologietransfer - Rektorin stellt Hochschule Bremen als Innovationsmotor auf

„Hochschule Bremen setzt wertvolle Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung in der Region“
Die regionalwirtschaftliche Bedeutung von Hochschulsystemen in Deutschland ist grundsätzlich belegt. Wie der Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in der Praxis funktioniert, erläuterte Rektorin Prof. Dr. Karin Luckey dem Landeskuratorium Bremen des Stiftverbandes für die Deutsche Wissenschaft jüngst (4. Februar 2016) am Beispiel der Hochschule Bremen (HSB). „Der Wissens- und Technologietransfer an der Hochschule Bremen hat ganz unterschiedliche Facetten, aber einen gemeinsamen Effekt: wertvolle und unverzichtbare Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung in unserer Region zu setzen. Damit unterstreichen wir unsere Rolle als Hot Spot für Unternehmen. Mit unserem fachlichen Portfolio, das sich an der regionalen Wirtschaftsstruktur orientiert, und unserem international ausgerichteten, praxisorientierten Studienprogramm verfügt die HSB über ideale Voraussetzungen“, so die Hochschul-Rektorin. „Wir arbeiten eng mit Unternehmen, Kammern und Verbänden zusammen. Außerdem sind wir regional hervorragend vernetzt, wie beispielsweise unsere Gründungs-Mitgliedschaft in der Interessengemeinschaft Airport Stadt belegt.“

Diese jahrelange und enge Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Praxispartnern wie Unternehmen und Organisationen war auch der ausschlaggebende Grund dafür, dass der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V. im Frühjahr 2015 aus 51 bundesweiten Bewerbungen die HSB als eine von fünf Hochschulen für die Pilotphase des „Transfer-Audits“ ausgewählt hat. Ziel des einjährigen Audits ist es, für die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in Forschung und Lehre ein Entwicklungs-Instrumentarium zur Verfügung zu haben, das bundesweit von jeder Hochschule eingesetzt werden kann.

Im Bereich Studium und Lehre spielt an der HSB das „Lebensbegleitende Lernen“ eine zentrale Rolle, für das Karin Luckey einige Beispiele anführt: „Der ‚Transfer über die Köpfe‘ spiegelt sich in der Struktur unser Studiengänge wider: Die obligatorischen Praxissemester werden in regionalen wie in internationalen Unternehmen absolviert, 90 Prozent der Bachelor- und Master-Abschlussarbeiten behandeln Fragestellungen mit konkretem Unternehmensbezug. Jahr verlassen 1.700 junge Frauen und Männer die HSB mit einem Studienabschluss in der Tasche, von denen mindestens die Hälfte einen Arbeitsplatz in Bremen und dem Umland findet.“ Beim Thema Weiterbildung verweist die Rektorin auf das International Graduate Center (IGC) der HSB: „Mit mehr als 200 Studierenden aus über 40 Nationen, 14 Masterprogrammen, darunter zwölf MBA-Programmen, zählt das IGC zu den führenden Graduate Schools in Deutschland. Mit diesen Qualifizierungsangeboten leisten wir wertvolle Unterstützung bei der Personalentwicklung von Unternehmen. In diesen Zusammenhang gehören auch die derzeit 60 Promotionsverfahren, die sich mit den Zukunftsthemen unseres Landes befassen.“ Ein anderer Gesichtspunkt der Praxisorientierung sind duale Studienangebote: „Mit neun dualen Studiengängen und zwei weiteren Programmen im Praxisverbund sind wir in Bremen und der Region die duale Hochschule“, wie Karin Luckey nicht ohne Stolz hervorhebt. „Dazu kooperieren wir mit zahlreichen und namhaften Unternehmen. Und diese Liste erweitert sich stetig.“ Relativ neu in diesem Zusammenhang sind die zunehmenden Kooperationen mit Fachschulen, deren erfolgreich absolvierte Ausbildungsgänge zum Studium an der HSB berechtigen. „Damit erschließen wir weiteren Personengruppen die Perspektive eines Studiums, das ihnen sonst verwehrt bliebe,“ wie Rektorin Luckey betont.

Das Profilmerkmal Internationalität spielt seit jeher für die HSB eine herausragende Rolle. So beinhalten 40 HSB-Studiengänge (entsprechend zwei Drittel) verpflichtende Auslandsaufenthalte von mindestens einem Semester Dauer. Der praktische Nutzen für Unternehmen liege auf der Hand: „Die Auslandsmobilität fördert die Persönlichkeitsbildung und die interkulturelle Kompetenz - Werte, die in einer zunehmend auch international vernetzten Wirtschaft immer wichtiger werden.“ Karin Luckey betont in diesem Zusammenhang, dass 58 Prozent der Absolventinnen und Absolventen der HSB im Verlauf ihres Studiums Auslandserfahrung erwerben. Der Bundesdurchschnitt liegt derzeit bei 20 Prozent. Und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) empfiehlt als Zielzahl für 2020 eine Quote von 50 Prozent. „Diesen Wert übertreffen wir bereits heute bei weitem. Unsere Länderschwerpunkte liegen in den USA, in China, Indien und Brasilien.“

Die Zusammenarbeit der HSB mit Unternehmen findet ihren Niederschlag auch in der anwendungsorientierten Forschung, einem herausragenden Merkmal von Hochschulen der Angewandten Wissenschaften. „Da unsere Professorinnen und Professoren vor ihrem Ruf an die HSB Führungserfahrung außerhalb des Wissenschaftssystems erworben haben müssen, geschieht dieser Transfer gewissermaßen auf Augenhöhe“, beschreibt Karin Luckey die Praxis. „Fachlich orientiert sich die Forschung und Entwicklung an den Bremer Schlüsselbranchen wie Luft- und Raumfahrt, Maritime Wirtschaft, Logistik oder Umwelt- und Energietechnik.“

Dass die Leistungen der HSB zunehmend auch überregional wahrgenommen werden, zeigt die erfolgreiche Teilnahme an der Ausschreibung „Starke Fachhochschulen – Impuls für die Region“ (FH-Impuls) des Programms „Forschung an Fachhochschulen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Hier konnte die HSB eine Projektskizze zur Förderung einer strategischen Forschungs- und Innovationspartnerschaft erfolgreich platzieren. Diese Projektskizze gehört unter 80 eingereichten Beiträgen zu den 20 Bewerbungen für die Finalrunde.

„Mit diesem Erfolgt zeigen wir ein weiteres Mal, dass wir unverzichtbare Impulse in wichtigen Innovations-Clustern setzen, die der wirtschaftlichen Entwicklung der Region zugutekommen. Damit Bremen seine Stellung als starker Wirtschaftsstandort in Deutschland behaupten kann, müssen die vorhandenen Potentiale ausgeschöpft werden. Dazu muss die Politik mit einem integralen Ansatz alle Optionen - einschließlich weiterer finanzieller Anstrengungen - nutzen, um die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Wissenschaftseinrichtungen wie der HSB optimal zu flankieren“, so das Fazit von Rektorin Karin Luckey.


veröffentlicht am 2016-02-05 11:23

 

 

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