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Hochschule Bremen - University of Applied Sciences

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Veranstaltung Globale Unternehmen - lokale Interessenvertretung am 18.06.2014

Grenzen und Perspektiven
Seit Jahren machen Bremer Betriebsräte bei Airbus, ArcelorMittal,
Beck‘s und anderen Großbetrieben alltäglich Erfahrungen in global agierenden Konzernen. Es zeigt sich dabei deutlich, dass die Herausforderungen an die Arbeitnehmervertretungen in diesen Unternehmen besonders hoch sind.
Je stärker die Konzernverflechtung ist, umso schwächer ist die lokale Ebene und damit auch umso schwieriger der Gestaltungsrahmen für die Interessenvertretungen vor Ort. Der Einfluss auf Konzernprozesse ist begrenzt und lokale Strukturen befinden sich in einer wachsenden Abhängigkeit zum Konzern. Vorgelagerte Konzernentscheidungen beeinflussen zunehmend die Möglichkeiten von Aufsichtsräten und Betriebsräten. Verstärkt werden nationale Unternehmen in den kommenden Jahren in internationale Gesellschaften übergehen. In Abhängigkeit von der neuen Konzernführung und deren Mitbestimmungskultur können sich die Rahmenbedingungen für lokale Interessenvertretungen schnell ändern.
Die Grundlagen für Interessenvertretungen entwickeln sich nicht in der Geschwindigkeit von Konzernentscheidungen. Die künftige Bedeutung der lokalen Mitbestimmungsorgane in internationalen Konzernstrukturen steht und fällt mit der europäischen Entwicklung. Die Mitbestimmung droht als deutsches Inselmodell in einem internationalen Konzern auf Dauer ihren Wert zu verlieren, wenn es nicht gelingt, sie in Europa zu stärken.

Welche Anforderungen und Perspektiven ergeben sich aus diesen Entwicklungen für die Interessenvertretung am Standort Bremen? Diese und weitere Fragestellungen zur Interessenvertretung zwischen lokaler Mitbestimmung und globalen Benchmarks haben wir im Rahmen unserer Veranstaltung gemeinsam diskutiert und erörtert.

 

 

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