Kontakt und Beratung

Beratungsstelle "Inklusives Studieren"

Die Beratungsstelle "Inklusives Studieren" der Zentralen Studienberatung unterstützt und berät Sie bei Fragen rund um das Studium mit gesundheitlicher Beeinträchtigung. Angefangen bei der Bewerbung um einen Studienplatz, über den Studienverlauf hinweg bis hin zum Abschluss.

Wir beraten Sie unter anderem zu folgenden Themen:

  • Härtefallregelung und Nachteilsausgleich bei der Bewerbung um einen Studienplatz
  • Unterstützungsangebote (Eingliederungshilfen; Gruppenangebote)
  • Studienorganisation
  • Finanzierung des Studiums
  • Nachteilsausgleiche bei Prüfungen
  • Förderprogramme
  • Externe Hilfen

Individuelle Beratung

Beratungstermine sind telefonisch, per E-Mail oder persönlich in der Hochschule (unter Einhaltung der Hygiene-Vorschriften) nach individueller Absprache möglich. Bitte nehmen Sie telefonisch (0176 15140137) oder per E-Mail an inklusivstudieren(at)hs-bremen.de Kontakt mit uns auf.

Studieren mit Behinderung oder chronischer Erkrankung

Selbsthilfegruppe

Studieren Sie mit einer psychischen oder chronischen Erkrankung und würden Sie sich gerne mit anderen Studierenden, die unter ähnlichen Bedingungen wie Sie studieren, austauschen? Dann sind Sie in unserer neuen Online-Selbsthilfegruppe herzlich willkommen!

Die Gruppe lebt von Ihren Beiträgen und wird von Elena Maria Bahloul, Beraterin für Studierende mit Beeinträchtigung in der Zentralen Studienberatung, moderiert.

Weitere Beratungsangebote

Psychologische Beratung des Studierendenwerks Bremen

Die Psychologische Beratung des Studierendenwerks steht allen Studierenden Bremens zur Verfügung, um Unterstützung bei persönlichen und studienbedingten Problemen zu geben.

Sozialberatung des Studierendenwerks Bremen

Die Sozialberatungsstelle unterstützt alle ratsuchenden Studierenden, Studieninteressierte und Absolvent:innen, die in persönlichen, sozialen und finanziellen Angelegenheiten Unterstützung und Informationen benötigen, die eng mit dem Studierendenstatus und Studentenleben verbunden sind.

Sozialberatung des AStA

Der AStA bietet Ihnen eine kostenlose, neutrale und unabhängige Sozialberatung an.

Härtefallregelung bei der Bewerbung

Um die Chance auf einen Studienplatz zu erhöhen, können unter anderem behinderte und chronisch kranke Studienbewerber:innen, die sich in einer gesundheitlichen Ausnahmesituation befinden, einen Härtefallantrag stellen. Der Nachweis und/oder die Anerkennung der Erkrankungdurch das Versorgungsamt oder durch einen Arzt reichen für die Anerkennung des Härtefallantrages nicht aus. Benötigt wird ein fachärztliches Gutachten, das den Nachweis enthält, dass eine Wartezeit nicht sinnvoll oder zumutbar ist.

Welche Voraussetzungen müssen für den Härtefallantrag erfüllt sein?

  • Tendenz der Verschlimmerung der Krankheit oder der Behinderung
  • Erreichung einer erfolgreichen beruflichen (Wieder-)Eingliederung durch das angestrebte Studium
  • eingeschränktes Berufsfeld aufgrund der Erkrankung oder der Behinderung
  • Aufgabe des bisherigen Berufes/Studiums aus gesundheitlichen Gründen
  • unzumutbare Benachteiligung gegenüber gesunden Personen, weil krankheits- oder behinderungsbedingte Einschränkungen eine Überbrückung der Wartezeit nicht möglich machen.

Unterstützung im Studium

Nachteilsausgleich

Nachteilsausgleiche bei Prüfungen sind ein Instrument, um eine Benachteiligung individuell auszugleichen und Chancengleichheit zu erzielen. Sie sind in § 31 des Bremischen Hochschulegesetzes und in § 11 der Allgemeinen Teile der Bachelor bzw. Masterprüfungsordnung geregelt.

Einen Nachteilsausgleich müssen Sie formlos bei Ihrem zuständigen Prüfungsausschuss stellen.

Formen des Nachteilsausgleichs sind unter anderem:

  • Verlängerung von Bearbeitungszeit bei Hausarbeiten
  • Schreibzeitverlängerung bei Klausuren
  • Ruhephasen zwischen den Klausuren
  • Nutzung technischer Hilfsmittel
  • Schreibassistenz bei der Klausur
  • Änderung der Prüfungsform: zum Beispiel mündlich statt schriftlich

Tipps zu Antragsverfahren und Nachweisen

Überlegen Sie einen Antrag auf Nachteilsausgleichs zu stellen, dann beachten Sie bitte folgende Informationen:

Urlaubssemester

Falls Sie aufgrund Ihrer Erkrankung oder Behinderung vorübergehend nicht studierfähig sein sollten, wäre es sinnvoll, ein oder mehrere Urlaubssemester einzulegen.

Sie können sich während ihres Studiums ohne Angabe von Gründen, für zwei Semester beurlauben lassen. Sollten Sie weitere Urlaubssemester benötigen, können diese in besonders begründeten Ausnahmefällen gewährt werden.

Ein wichtiger Grund liegt insbesondere dann vor, wenn Sie wegen Ihrer Erkrankung keine Lehrveranstaltungen besuchen und/oder die zu erwartenden Studien- und Prüfungsleistungen nicht erbringen können.

Den Antrag auf Beurlaubung können Sie bei den zuständigen Sachbearbeiter:innen im Immatrikulations- und Prüfungsamt einreichen; und zwar mit geeigneten Nachweisen. Dazu gehört zum Beispiel ein fachärztliches Attest, aus dem hervorgeht, dass Sie aufgrund Ihrer Erkrankung nicht voll studierfähig sind. Auch die Angabe über die voraussichtliche Dauer der Beeinträchtigung ist notwendig.

Weitere Informationen zur Beurlaubung

Teilzeitstudium

Sollten Sie dauerhaft in Ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt sein, besteht die Möglichkeit, das Studium durch ein Teilzeitstudium zu entzerren.

  • Zwei Teilzeitsemester werden als ein Fachsemester gerechnet.
  • Im Teilzeitstudium dürfen Sie maximal drei Module belegen.
  • Beachten Sie, dass Sie für ein Teilzeitstudium kein BAföG bekommen.

Vorab sollten Sie eine Studienfachberatung in Anspruch nehmen.

Weitere Informationen zum Teilzeitstudium

Eingliederungshilfen

Die vorliegende Zusammenstellung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und erfolgt ohne Gewähr.

Studierende mit Behinderung haben gemäß § 39 Bundessozialhilfegesetz (BSHG) und gemäß § 54 Zwölftes Sozialgesetzbuch (SGB XII) sowie gemäß § 33 Fünftes Sozialgesetzbuch (SGB V) und § 27 Zweites Sozialgesetzbuch (SGB II) einen Anspruch auf "Ausbildungshilfe an einer Hochschule". Dieser wird in der Eingliederungshilfe-Verordnung konkretisiert.

Reichen BAföG oder Eigenmittel zur Sicherung des Lebensunterhaltes sowie zur Finanzierung der notwendigen Hilfsmittel nicht aus, so können Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung anfallende Mehraufwendungen unter bestimmten Voraussetzungen beanspruchen.

 

Auslandsaufenthalte

Auslandspraktikum und -semester sollten grundsätzlich fester Bestandteil eines Hochschulstudiums von Studierenden mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung sein. Um die für die Beantragung von Auslands-BAföG, Finanzierung des behindertenbedingten Mehrbedarfs oder verschiedener Stipendien bestehenden Fristen einhalten zu können, ist eine zweijährige Vorbereitung und Planung notwendig.

Die allgemeinen Informationen über die Studienbedingungen zum barrierefreien Studium im Ausland sind oftmals schon über die jeweilige Hochschul-Website erhältlich. Die für den Studierenden individuellen Bedingungen vor Ort sollten allerdings mit der zuständigen Ansprechperson per E-Mail oder Telefon erfragt und geklärt werden.

Hochschulintern führt der Weg, zur Vorbereitung und Planung zum Auslandspraktikum und -semester Studierende in das International Office. Hier erhalten Sie Informationen über bestehende Kontakte der Hochschule, über besondere Förderprogramme und die erste Beratung in organisatorischen Fragen.

Organisation des Studienalltags

Für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung ist es besonders wichtig, die Organisation des Studienalltags so früh wie möglich zu regeln und sich vor Ort über die Infrastruktur sowie der Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von Einrichtungen an der Hochschule zu informieren.

Weitere Informationen

Finanzen

Geld spielt gerade für Studierende mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung eine große Rolle. Neben dem je nach Studiengang unterschiedlichen Finanzierungsbedarf muss auch der zusätzliche finanzielle Mehraufwand für Lebensunterhalt, der gesundheitlichen Versorgung, sowie Hilfen zur Teilhabe am Studium eingeplant werden. 

Wer sich gut informiert und sich eine gute Finanzierungsstrategie zusammenstellt, kann das Studium auf eine solide finanzielle Basis stellen.

Behinderung oder chronische Krankheit und BAföG

Für Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit ist ein Studium mit mehr Zeitaufwand – und oft mit größeren finanziellen Schwierigkeiten – verbunden. Diese besondere Studiensituation findet bei der Studienfinanzierung mit BAföG Berücksichtigung (Sonderregelung).

Das Studierendenwerk Bremen ist für die Studienfinanzierung auch unter Berücksichtigung der besonderen Belange der Studierenden mit Behinderung zuständig. Voraussetzung der Anerkennung ist die Feststellung der Behinderung durch ein ärztliches Attest.

Wichtig: Die vorliegenden Informationen zum BAföG haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und erfolgen ohne Gewähr! Ein frühzeitiges Beratungsgespräch beim Studierendenwerk (Amt für Ausbildungsförderung) ist daher unumgänglich.

Häufig gestellte Fragen

Weiterführende Links