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Hochschule Bremen - University of Applied Sciences

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Bremer Preis für Heimatforschung

Preisträgerin 2012: Ilona Galli
Flora und Vegetation von Wäldern in Bremen
Dokumentation der Waldvegetationstypen Bremens in der Publikation „ Galli, I. & Zacharias, D. (in prep.): Zur Vegetation der Wäldern in Bremen“. Die Arbeit basiert wesentlich auf der Abschlussarbeit von Ilona Galli (Abb. 1), die sie als Masterthesis im Internationalen Studiengang Technische und Angewandte Bioloige (ISTAB) angefertigt hat. Frau Galli erhält für diese Arbeit den von der Wittheit zu Bremen ausgelobten Bremer Preis für Heimatforschung 2012, die hiermit neben der naturwissenschaftlichen Qualität insbesondere auch die Berücksichtigung der historischen Dimension der Thesis und damit des Themas Region im Wandel würdigt

Ilona Galli dokumentiert die Vegetation in einem entwässerten Sumpfwald in Bremen
Preisträgerin 2010: Kristina Steffen
Flora und Vegetation des Quellwaldes an der Altgrove (Landkreis Cuxhaven)
Kristina Steffen, eine der letzten Diplom-Absolventen des Internationalen Studiengangs Technische und Angewandte Biologie (ISTAB), erhielt am 28.04.10 einen der beiden diesjährig vergebenen „Bremer Preise für Heimatforschung“. Mit dem Preis, der jährlich von der Wittheit zu Bremen und Vereinen mit natur- und geschichtswissenschaftlichem Hintergrund ausgelobt wird, wird die Diplom-Abschlussarbeit über das Thema „Flora und Vegetation des Quellwaldes an der Altgrove (Landkreis Cuxhaven)“ ausgezeichnet. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Dietmar Zacharias (ISTAB). Das Preisgeld für Kristina Steffen beträgt 1.200,- Euro.

Die Preisträgerin Dipl. Umweltbiol. Tina Steffen. Foto: Dietmar Zacharias

Der Vizepräsident der Wittheit zu Bremen Hans Kloft (Mitte) mit den bei Preisträgern Marcus Meyer und Tina Steffen. Foto: Dietmar Zacharias
In ihrer Abschlussarbeit hat die Preisträgerin eine Monographie über das Waldgebiet an der Altgrove im Landkreis Cuxhaven vorgelegt, in der die Pflanzengemeinschaft („Phytozönose“) des Gebietes sowie die standörtlichen Gegebenheiten dokumentiert sind. Dabei wurden die Gefäßpflanzenarten vollständig erfasst und für eine Auswahl von Indikatorarten für Quellwälder sowie für gefährdete Arten Verbreitungskarten innerhalb des Gebietes erstellt. Die Zusammensetzung der Baumarten, Struktur und die Typisierung der Vegetation erfolgte auf Basis eigener Erfassungen. Raumbezogene Daten sind dabei wie zum Beispiel die Biotoptypenverteilung in Form digitaler Karten erstellt.

Ein typischer Aspekt des Altgrover Waldes mit sumpfigen und quelligen Bereichen, Totholz und einer vielfältigen Vegetation in der der Krautschicht, die besonders im Frühjahr zur Geltung kommt.
Ergänzt wird dies durch standörtliche Untersuchungen insbesondere über die Bodenwasserverhältnisse. Eine Bewertung ergab, dass es sich um ein historisch altes Waldgebiet mit einer hohen Habitatkontinuität handelt, das nach europäischen Kriterien als überregional schutzwürdig einzustufen ist. Die erhobenen Daten sind als Grundlage für ein Monitoring der zukünftigen Gebietsentwicklung geeignet und stellen eine Basis für das Gebietsmanagement mit dem Ziel des Erhaltes der hohen ökologischen Qualität dar.

Primula elatior (Hohe Schlüsselblume) ist ein Zeiger für alte Waldstandorte, ähnlich wie das gelbblühende Scharbockskraut (Ranunculus ficaria) und das Busch-Windröschen (Anemone nemorosa).
Entsprechende Aspekte sind in der Arbeit aufgegriffen und diskutiert und wurden von Frau Steffen in Vorträgen sowohl vor dem Kreis von Landnutzern wie den administrativ für das Gebiet zuständigen Stellen und in wissenschaftlichem Kreis präsentiert. Darüber hinaus hat sie an einem Dokumentarfilm „Der Urwald vor der Haustür“ des ZDF mitgewirkt, in dem der Altgrovewald als ein Beispiel präsentiert wurde. „Durch den Preis wird eine Arbeit gewürdigt, die an der Schnittstelle von biologischer Grundlagenforschung und Fragen der Landschaftsbewertung und des Gebietsmanagements anzusiedeln ist. Genau hier liegt ein Arbeitsschwerpunkt in der Vertiefungsrichtung Umweltbiologie in dem Internationalen Studiengang Technische und Angewandte Biologie an der Hochschule Bremen", freut sich Prof. Dr. Dietmar Zacharias, der bei ISTAB die Angewandte und Ökologische Botanik vertritt und der die Arbeit von Frau Steffen betreut hat.

 

 

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