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„Musterbeispiel für forschendes Lernen“ - Auszeichnung für Bionik-Professor Dr. Jörg Müssig

Senatorin Dr. Schilling verleiht Bremer Hochschulpreis 2020 für ausgezeichnete Lehre
Personen mit Urkunden
Foto: Pressestelle der Senatorin für Wissenschaft und Häfen.
Die Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Dr. Claudia Schilling, hat am 3. November 2020 zum ersten Mal den Bremer Hochschulpreis für ausgezeichnete Lehre verliehen. Prof. Dr.-Ing. Jörg Müssig von der Hochschule Bremen belegte gemeinsam mit seiner Arbeitsgruppe für den Wettbewerbsbeitrag „Forschendes Lernen“ den mit 15.000 Euro dotierten zweiten Platz. Platz eins ging an die Arbeitsgruppe um Prof. Michael Vogel von der Hochschule Bremerhaven für ihren Wettbewerbsbeitrag „Studiengang Gründung, Innovation, Führung“. Dazu Senatorin Dr. Claudia Schilling: „Ich freue mich sehr, dass wir trotz der herausfordernden Situation zum ersten Mal den Bremer Hochschulpreis für ausgezeichnete Lehre verleihen können. Denn die exzellente Lehre verdient es, dieselbe Aufmerksamkeit zu erhalten und gleich wertgeschätzt zu werden, wie sonst die Forschung. Dies war das treibende Motiv für mich und mein Haus, den Bremer Landeslehrpreis ins Leben zu rufen.“

Prof. Dr.-Ing. Jörg Müssig und sein Team haben den didaktischen Ansatz des „forschenden Lernens“ mit großem Erfolg auf ihr gesamtes Lehrangebot angewendet. Sie ermöglichen dadurch den Studierenden im Bachelor-Studiengang Bionik der Hochschule Bremen über den gesamten Studienverlauf eine sehr forschungsnahe Ausbildung.

Die Bewertung der Jury: „Es handelt sich um ein Musterbeispiel für forschendes Lernen. Es zeichnet sich insbesondere durch einen studienbegleitenden, ganzheitlichen Umgang mit allen Aspekten eigenständiger wissenschaftlicher Arbeit aus. Die Studierenden werden schrittweise über die Semester mit zunehmendem Anspruch an Forschung herangeführt. Die Motivierung der Studierenden zu aktiver Mitwirkung im Lehr-/Lernprozess ist bemerkenswert. Dies ist ein herausragendes Konzept, weil es das forschende Lernen zum kontinuierlichen Bestandteil des Curriculums des Studiengangs macht. Lernziele, Lehre, Studienaktivitäten und Prüfungen sind gut aufeinander abgestimmt.“

Die Preisträger werden das Preisgeld für die Weiterentwicklung ihrer didaktischen Ansätze und die Verbesserung der Studienbedingungen in ihren Studiengängen einsetzen.

Senatorin Dr. Schilling wünscht sich künftig eine stärkere Debatte über gute Lehre und gute Studienbedingungen: „In Zeiten, in denen über 50 Prozent der Schulabsolventinnen und -absolventen ein Studium beginnen, ist und bleibt die Debatte um gute Lehre und gute Studienbedingungen eine notwendige Debatte. Längst hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass eine gute Hochschullehre auf einer guten Forschung basieren muss, und genauso gilt das umgekehrte: Eine starke Forschung lebt nur durch starke Lehre. Die Auseinandersetzung über das Thema Lehre müsste aber meines Erachtens in der Breite noch stärker wissenschaftsbasiert erfolgen und sich an den Ergebnissen der Lehr- und Lernforschung orientieren. Lehre ist ein Prozess, der wissenschaftlich vorbereitet, durchgeführt, evaluiert und kommuniziert werden muss und auf Seiten der Studierenden eine forschende Haltung fördern sollte. Die zwei Teams, die wir heute auszeichnen durften, stehen vorbildhaft für ein solches Herangehen.“


veröffentlicht am 2020-11-05 09:43

 

 

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