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Barrierefreiheit für gehörlose Menschen bei der Ringvorlesung der Studiengänge der Sozialen Arbeit

Barrierefreiheit für gehörlose Menschen bei der Ringvorlesung der Studiengänge der Sozialen Arbeit
Der Vortrag von Prof. Dr. Marianne Hirschberg mit dem Titel „Die Bedeutung der Behindertenbewegung für ein kritisches wissenschaftliches Denken über Behinderung“ lockte am 15.01.2019 neben zahlreichen hörenden Interessierten auch sieben gehörlose Menschen in die Hochschule Bremen (HSB). Ermöglicht wurde ihre Teilnahme durch den Einsatz von zwei Gebärdensprachdolmetschenden, die den Vortrag und die Diskussion simultan in Deutsche Gebärdensprache oder Lautsprache dolmetschten. Hierdurch war der Vortrag auch für Gehörlose barrierefrei gestaltet. Dieses seltene Angebot kam sehr gut an – die Gehörlosen beteiligten sich aktiv an der Diskussion und berichteten von ihren Erfahrungen und Anstrengungen zur barrierefreien Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen. Häufig seien sie von wissenschaftlichen, politischen oder kulturellen Veranstaltungen ausgeschlossen oder können nur nach besonderem Organisationsaufwand und Klärung der Kostenübernahme für Gebärdensprachdolmetschende an Veranstaltungen teilnehmen.

Die Teilnehmenden sprachen sich zudem dafür aus, den Begriff der Barrierefreiheit breiter zu denken und z.B. bei Veranstaltungseinladungen die jeweiligen Bedingungen konkreter zu benennen. Motiviert durch geschichtliche Vorbilder, die Marianne Hirschberg im Vortrag erläuterte, wünschten sich einige Teilnehmende eine erneut starke Behindertenbewegung und eine entsprechende Streikkultur – denn es gibt noch viel zu tun!

Die Studiengänge der Sozialen Arbeit feiern im akademischen Jahr 2018/2019 das 100-jährige Bestehen der Sozialen Frauenschule in Bremen. Aktuelle Themen und Perspektiven der Sozialen Arbeit werden im geschichtlichen Kontext erörtert. Die Soziale Frauenschule wurde 1918 von Agnes Heineken in Bremen gegründet und ist die Vorgängerin der heutigen Studiengänge der Sozialen Arbeit an der Hochschule Bremen. Zu den bisherigen Terminen der Ringvorlesung kamen bereits ca. 250 Interessierte in die HSB. Die Veranstaltungen sind, neben dem Input der Referent*innen, geprägt vom Austausch und der Diskussion mit den Teilnehmenden.
Die weiteren Termine der Ringvorlesung:
19.03.2019: Der Anspruch auf Förderung in einer Kindertageseinrichtung – Wunsch, Wirklichkeit und die aktuelle Rechtsprechung (Prof. Dr. Corinna Grühn)

02.04.2019: Altes und Neues zum Sozialdatenschutz in der Kinder- und Jugendhilfe - Was muss in der Praxis beachtet werden (Marie Seedorf)

09.05.2019 (Antrittsvorlesung): Widerständig?! – Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft (Prof. Dr. Antje Krueger)

21.05.2019: Rechtspopulismus in der Postdemokratie – Kulturkampf zwischen moralischer Provokation von rechts und hilfloser moralischer Empörung von links (Prof. Dr. Heinz Lynen von Berg)

04.06.2019: Evaluationsforschung in der Sozialen Arbeit: Herausforderungen aus methodischer Perspektive (Prof. Dr. Can Aybek)

18.06.2019: Was hätte Agnes dazu gesagt? Spekulative Perspektiven von Agnes Heineken auf die gesellschaftliche und inhaltliche Entwicklung des Studiengangs Soziale Arbeit in Bremen, verbunden mit einer szenischen Darstellung (Prof. Dr. Sabine Wagenblass, Prof. Dr. Christopher Klug und Prof. Dr. Christian Spatscheck)
Ansprechpartnerinnen:
Name Telefon E-Mail
Konrad, Milena +49 421 5905 3781  senden
Hirschberg, Marianne, Prof. Dr. +49 421 5905 2189  senden
Grühn, Corinna, Prof.Dr.jur. +49 421 5905 3767  senden


veröffentlicht am 2019-02-07 13:43

 

 

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