Übersicht

Projektleitung Knies, Jürgen, Prof. Dr.
Durchführende Organisation Hochschule Bremen, Fakultät 2
Projekttyp Drittmittelprojekt (Zuwendung)
Mittel- bzw. Auftragsgeber Bund, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Förder- bzw. Auftragssumme 284.254,96 €
Laufzeit 09/2022 - 02/2026
Forschungscluster Region im Wandel

Wasserstoff gilt als „Energieträger von morgen“, und die spürbaren Folgen von Klimawandel und Politik machen die schnelle Einführung unabdingbar. Doch der Weg in eine effiziente Wasserstoffwirtschaft ist komplex, birgt ökonomische und gesellschaftliche. Das von der Universität Bremen koordinierte Wasserstoff-Großforschungsprojekt hyBit bekommt dafür jetzt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) knapp 30 Millionen Euro Förderung. Das Vorhaben hyBit - hydrogen for Bremen’s industrial transformation - ist Ausgangspunkt und zugleich der zentrale initiale Impuls eines Wasserstoff-Hubs in Bremen. Gemeinsam mit insgesamt 18 Partnern aus Wirtschaft und Forschung stellt sich die Hochschule Bremen dieser besonderen Herausforderung. Ziel des Teilvorhabens an der Hochschule Bremen ist die Entwicklung eines Konzeptes zur Ableitung und Festlegung von Abwärmenutzungsgebieten als planerische Kategorie in der Kommunalen Wärmeplanung Im Sinne einer Angebotsplanung wird untersucht, inwieweit das Bremer Stahlwerk zu einem Nukleus einer nachhaltigen, ortsnahen Wärmenutzung werden kann. Dabei wird der Ansatz der Energetischen Nachbarschaften verfolgt. Aus Sicht von Unternehmen bedeutet der Ansatz, dass solche, die sich in räumlicher Nähe zueinander befinden, zur Durchführung ihrer üblichen Prozesse benötigte Energie und Energieüberschüsse so untereinander austauschen, dass insgesamt weniger Primärenergie verbraucht wird. In Bezug auf Wärmeenergie liegt der Fokus somit auf der Nutzung von Abwärme in Form einer weitestgehend direkten Kopplung unter Berücksichtigung der jeweiligen Energie- und Temperaturniveaus. Dies schließt ein Portfolio aus prinzipiell geeigneten Abnehmern ein, die in räumlicher Nähe vorhanden sind bzw. angesiedelt werden könnten. Neben der energiebezogenen Konzeptentwicklung erfolgt somit auch eine stadtplanerische Sicht auf das Thema Abwärmenutzung.