Übersicht

Projektleitung Koppe, Bärbel, Prof. Dr.-Ing.
Kooperationspartner THW Bundesschule Hoya
Koordinationsrolle Hochschule Bremen, Fakultät 2
Projekttyp Drittmittelprojekt (Zuwendung)
Mittel- bzw. Auftragsgeber Bund, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
Förder- bzw. Auftragssumme 199.739,00 €
Laufzeit 01/2016 - 09/2018
Fakultät Fakultät Architektur, Bau und Umwelt

Extreme Hochwasserereignisse, wie das Hochwasser im Mai und Juni 2013 in Mitteleuropa, das in Deutschland zu Überschwemmungen in acht Bundesländern führte, zeigen, dass ein enormer materi­eller und personeller Aufwand zur Verteidigung bestehender Deichlinien gegen akutes Versagen im Hochwasserfall erforderlich sind. In vielen Gebieten sind mehrere katastrophale Hochwas­serereignisse in kurzer Zeit aufgetreten, wie im Einzugsgebiet der Elbe in den Jahren 2002, 2006 und 2013. Extreme Hochwasserereignisse sind eine Folge extremer Wetterlagen, wobei davon auszuge­hen ist, dass deren Eintrittswahrscheinlichkeit mit dem Klimawandel steigt [1]. Zudem ist zu erwarten, dass die Vorhersage von Extremereignissen durch Prozesse des Klimawandels erschwert werden und somit die Anpassungsfähigkeit der Systeme stärker in den Vordergrund gerückt werden muss [2]. Hierzu gehört auch ein effektiver organisatorischer wie technischer Katastrophenschutz. Ziel des Projekts HWS-Bildung ist die Entwicklung und pilothafte Umsetzung von Ausbildungsmodulen an der THW-Bundesschule Hoya zur Deichverteidigung und zum Hochwasserschutz mit dem Fokus der Klimawandelanpassung. Die Überarbeitung und Erweiterung der bestehenden Bildungsmodule bezieht sich insbesondere auf die folgenden Themen: Aspekte des Klimawandels und naturwissenschaftliche Grundlagen von Hochwasserereignissen, Vulnerabilität der Hochwasserschutzsysteme bei Eintritt von Extremereignissen, Technik und Logistik des abwehrenden Hochwasserschutzes unter Einbindung neuartiger Schutzsysteme (sogenannte Sandsackersatzsysteme). Darüber hinaus sollen Konzepte entwickelt werden, die darauf abzielen auch nicht organisierte Bevölkerungsschichten - also Personen die nicht dem THW, Feuerwehren oder anderen Hilfsorganisationen angehören - hinsichtlich der Problematik Hochwasserschutz und Klimawandelanpassung zu sensibilisieren und ihnen als potentielle freiwillige Helfer eine Grundausbildung in der Deichverteidigung und im Hochwasserschutz anzubieten.

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