Tradition trifft Zukunft  - Der Holzbau im digitalen Zeitalter

Über die Zukunftsperspektiven der Digitalisierung im traditionellen Holzbau sprach Prof. Dr. Christopher Robeller von der Hochschule Bremen am 8. Oktober in seinem Eröffnungsvortrag der eintägigen Tagung des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF). Vor mehr als 200 Teilnehmer:innen aus der Fertighaus- und Zulieferindustrie gab der Professor für „Digitales Planen und Bauen“ an der School of Architecture Bremen einen Einblick in die Synergien zwischen traditionellen, verbindungsmittelfreien Bauteilfügungen und der rasanten technischen Entwicklung beim digitalen Bauen mit Holz. Bei der hochkarätig besetzen Veranstaltung im Carmen Würth Forum in Künzelsau erörterten Referenten wie Bundespräsident a.D. Joachim Gauck, Prof. Hans Joachim Schellnhuber (PIK) und Prof. Clemens Fuest (IFO) die Stabilität der Demokratie in Deutschland, die Klimarettung durch den Holzbau und die wirtschaftspolitischen Aussichten nach der Bundestagswahl.

 

Prof. Dr. Christopher Robeller erläuterte anhand von realisierten Projekten aus seiner Forschungstätigkeit wie traditionelle verbindungsmittelfreie Bauteilfügungen des Zimmererhandwerks mit der Hilfe von digitalen Berechnungen wieder Einzug in den Bau halten können. Bei der Montage dient der Formschluss als Fügehilfe. Die Verbindungen bleiben so reversibel und die Konstruktion ist am Ende der Nutzungsdauer zerstörungsfrei demontierbar. Durch den CNC-Abbund der Bauteile wird die Produktion einer Vielzahl unterschiedlicher Formen und Abmessungen möglich, deren formschlüssige Verbindungen im selben Arbeitsgang ohne zusätzliche Kosten gefertigt werden. Beim abendlichen Festakt nahm neben Alt-Bundespräsident Gauck auch der Unternehmer Reinhold Würth teil.