Obwohl es Fachhochschulen bzw. Hochschulen für angewandte Wissenschaften schon seit mehr als 50 Jahren gibt, ist die berufliche Laufbahn FH-Professur/HAW-Professur nach wie vor wenig bekannt. Ein im Vergleich zu Universitäten oder Forschungseinrichtungen höheres Lehrdeputat und die erforderliche Berufspraxis fordern von den Bewerber:innen für eine FH-Professur nicht nur wissenschaftliche Stärken auf ihren Fachgebieten. Gerade auch ausgewiesene Berufserfahrungen, Industrie- und Wirtschaftskontakte sowie die Begeisterung dafür, die eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten an junge Menschen zu vermitteln, bringen vielfältige biografische Werdegänge mit sich.

Warum sollten Sie die HSB-Karrierewege FH-Professur wählen?

  • Sie begegnen engagierten Studierenden entlang einer durchgehenden akademischen Ausbildungskarriere vom Bachelor über den Master bis zur kooperativen Promotion
  • Sie arbeiten in einer der forschungsstärksten Fachhochschulen Deutschlands mit einem starken Praxisbezug in regionalen, aber auch internationalen Projekten.
  • Sie gestalten an einer Hochschule, die ihre Verantwortung für eine nachhaltige und zukunftsfähige Gesellschaft ernst nimmt.
  • Sie treffen auf familienfreundliche Angebote zur Stärkung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
  • Sie erhalten kompetente Unterstützung, zum Beispiel für die Einwerbung von Drittmitteln oder beim Einsatz innovativer hochschuldidaktischer Maßnahmen 
  • Sie finden angepasste Programme zur akademischen Personalentwicklung.

Qualifizierungsstellen – professorabel werden

Das HSB-eigene Förderprogramm für Nachwuchswissenschaftler:innen greift dann, wenn hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftler:innen und Praktiker:innen bisher nicht professorabel sind, weil ihnen eine der drei prinzipiell erforderlichen Qualifikationen für die Besetzung einer FH-Professur fehlt:

  • Berufspraxis: mindestens 3 Jahre außerhalb der Hochschule
  • Promotion: ausschließlich kooperativ
  • Lehrpraxis: d.h. eine bestätigte pädagogisch-didaktische Eignung durch Nachweis von Lehrerfahrung

Das Qualifizierungsstellen-Programm der HSB

Das Qualifizierungsstellen-Programm ermöglicht professorabel zu werden bei noch fehlenden Voraussetzungen (z. B. Promotion, Berufspraxis, Lehrpraxis), indem auf einer sogen. Qualifizierungsstelle, die im Stellen- und Entwicklungsplan der Fakultät eingebunden ist, die noch fehlende Qualifikation nachgeholt bzw. erworben werden kann. Dies erfolgt auf einer Stelle als Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in in der Entgeltstufe 13, die befristet nach § 2 Absatz 1 bzw. Absatz 2 WissZeitVG, extern ausgeschrieben wird. Erst nach Auswahl von Kandidat:innen werden die genauen Rahmenbedingungen (Laufzeit, Qualifizierungsbedarf, Kooperationspartner) festgelegt, um den individuellen Voraussetzungen der einzelnen Bewerber:innen Rechnung zu tragen und das Qualifizierungsprogramm darauf entsprechend zuzuschneiden. Anknüpfungspunkte zu Forschungsthemen und -clustern sowie möglichen Praxispartner sind hinterlegt. Die Betreuung erfolgt über die Fakultät. Die Hochschulleitung entscheidet über die Eignung der Stelle für das Qualifizierungsprogramm.

Weiterführende Informationen und Kontakt

Neugierig geworden? Informieren Sie sich und kontaktieren uns bei Fragen jederzeit:

berufungen@hs-bremen.de

Mehr Informationen zur kooperativen Promotion an der HSB

Berufungen – professorabel sein

Berufungen sind für die HSB langfristig profilprägend und damit strategisch wichtig für die weitere Hochschulentwicklung. Vor dem Hintergrund der Erhaltung und Weiterentwicklung der Qualität von Lehre und Studium, der anwendungsorientierten Forschung und des Wissens‐ und Technologietransfers sind für die HSB deshalb qualitätssichernde wie wettbewerbsorientierte Auswahl- und Einstellungsprozesse von angehenden Professor:innen besonders wichtig. 

Formale Voraussetzungen

Die Einstellung von Professor:innen an der HSB richtet sich nach dem Bremischen Beamtengesetz § 116(3).

Ideal ist es, wenn alle Berufungsvoraussetzungen bereits zum Zeitpunkt der Bewerbung erfüllen sind. Sie können sich allerdings auch schon bewerben, wenn nur noch wenige Monate der Berufspraxis oder der Abschluss der Promotion fehlen. Normalerweise dauern Berufungsverfahren einige Monate. Bis zur Einstellung müssen alle Voraussetzungen erfüllt sein. Es liegt dabei auch im Ermessen der Berufungskommission zu beurteilen, ob es möglich ist, die Voraussetzungen bis zur Einstellung zu erfüllen und Ihre Bewerbung zu berücksichtigen.

Ihre Bewerbungsunterlagen

  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • Publikationsliste
  • Liste der durchgeführten Lehrveranstaltungen
  • Besondere Leistungen bei der Anwendung oder Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in der Berufspraxis
  • Anlagen

Das Berufungsverfahren im Überblick

Die Berufungsverfahren an der HSB sind kriteriengestützt, mehrstufig und zeitintensiv. Die Einbindung der Gleichstellungsbeauftragten sowie ggf. der Schwerbehindertenvertretung erfolgt frühzeitig und umfassend in jedem Verfahren.

Arbeitsgrundlage für das Berufungsverfahren bilden vor allem die Berufungsordnung, die Richtlinie zur Verwirklichung des Gleichstellungsauftrags der HSB sowie das Bremische Hochschulgesetz und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG).

Ausschreibungen und Kontakt

Neugierig geworden? Kontaktieren Sie uns bei Fragen jederzeit: berufungen@hs-bremen.de

Aktuelle Stellenausschreibungen für Professuren an der HSB