Fische als Bioindikatoren
Fische spielen heute bei der Bewertung von Lebensräumen eine große Rolle, z.B. bei der Einstufung des ökologischen Zustandes von Flüssen und Seen nach dem Wasserrecht (Wasserrahmenrichtlinie) oder vor dem Hintergrund des europäischen Schutzgebietssystems NATURA 2000 (FFH-Richtlinie). Hinzu kommen die internationalen Verpflichtungen zum Erhalt der globalen Biodiversität, also auch der Fischarten und ihrer genetischen Vielfalt in Deutschland.Alle diese Themen werden im weiteren Verlauf des Studiums (Umweltbiologie) noch ausführlich behandelt. Eine Schlüsselqualifikation ist dabei die Kenntnis der Arten und ihrer Lebensräume, die wir auf den hier angebotenen praktischen Geländeübungen erwerben wollen. In den Übungen werden wir gemeinsam mit Kooperationspartnern aus der Praxis (z.B. Gewässerschutzstiftungen, Angelvereine) Gewässer befischen und deren Fischfauna analysieren. So bekommen wir nicht nur Kenntnis der Arten sondern lernen auch viel über die Beeinträchtigungen der Lebensräume bzw. deren Renaturierung. Weitere Informationen
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Hier wird bei Sturm und Regen auch noch der kleinste Stichling exakt vermessen und protokolliert. Foto: Heiko Brunken.
Action in der Este! Die gewonnenen Daten sind Grundlagen für weitere Renaturierungsmaßnahmen. Foto: Matthias Hein.
Mit Bleistift kann man auch im Regen protokollieren. Dieser ließ dann aber zum Glück mal irgendwann nach. Foto: Matthias Hein.
Ein ehemals versandeter und kanalisierter Abschnitt hat durch das künstliche Einbringen von Holzelementen (z.B. Strömungslenker) wieder ansatzweise naturnahe Struktueren entwickelt. Hier konnten wir Larven des Bachneunauges (Lampetra planeri) nachweisen. Foto: Heiko Brunken.
Die Forelle (Salmo trutta) - hier in der phänotypischen Ausprägung als Bachforelle mit den typischen roten Punkten - war die dominierende Art. Eine große Anzahl von Jungfischen deutete auf eine natürliche Reproduktion hin. Ein großer Erfolg für die bisherigen Renaturierungsmaßnahmen! Foto: Ludwig Tent.
Aus Sicht einer Wasserspitzmaus! Foto: Matthias Hein.
Gleich nach der Befischung wurden die Fische - nach Bestimmung und Vermessung - wieder an Ort und Stelle ins Gewässer zurückgesetzt. Foto: Matthias Hein.
Was früher mal ein struktur- und artenreiches Gewässer war, ist heute nur noch ein monotoner Abflusskanal. Die von uns nachgewiesene Fischfauna zeigte dementsprechend auch deutliche Defizite in Bezug auf Artenzahlen, Fischmengen und Alterstrukturen auf. Foto: Heiko Brunken.
Draußen kann man irgendwie noch mehr essen als in der Mensa. Foto: Heiko Brunken.
[Artenliste wird in Kürze nachgeliefert; HB 02.11.09]
Wo fischen sie denn? Foto: Heiko Brunken.
Westlicher Stichling (Gasterosteus aculeatus) oder doch der Östliche Stichling (Gasterosteus gymnurus)? Foto: Heiko Brunken.
Die Fänge werden sorgfältig bestimmt und vermessen. Die Ergebnisse zeigen eine stark verarmte Fischfauna. In diesem kanalsierten Gewässer finden Fische kaum geeignete Lebensbedingungen vor. Foto: Heiko Brunken.
Wenigstens gab es Gründlinge (Gobio gobio). Diese anspruchgslose Art kommt auch in strukturarmen und versandten Gewässern noch vor. Foto: Heiko Brunken.
Zählen zu den wichtigsten Arbeitsgeräten: Wannen, Messbrett, Protokollbögen. Foto: Heiko Brunken.
Eine der wenigen strukturreichen Stellen. Durch hohe Salzgehalte im tieferen Wasser gab es jedoch kaum Fische. Foto: Heiko Brunken.
Auch im Schilf konnte bis auf einen Aal an dieser Stelle nichts gefangen werden. Foto: Heiko Brunken.
In der Nordender Leke konnten wir große Schleien (Tinca tinca) und ganz kleine Strandgrundeln (Pomatoschistus microps) nachweisen. Foto: Heiko Brunken.

