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Hochschule Bremen - University of Applied Sciences

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Modul 7.7 Praktischer Naturschutz

Modulinhalte
Im theoretischen Teil geht es um die gesetzlichen Grundlagen des Naturschutzes. Das Bundesnaturschutzgesetz ist in Deutschland die Rechtsgrundlage, auf die viele Naturschutzaktivitäten beruhen. Eingebettet ist dieses Gesetz auf Rechtsgrundlagen auf EU-Ebene wie zum Beispiel der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), der Fauna-Flora-Habitat-Richtline (FFH-RL) und der Vogelschutzrichtlinie. Es werden Themen im Zusammenhang mit Naturschutzmanagementmaßnahmen behandelt wie Rote-Liste-Arten, wertbestimmende Arten, FFH-Gebiete, Natura-2000-Schutzgebiete und verschiedene Schutzgebietkonzepte auf internationaler wie nationaler Ebene. Einige Instrumente des Naturschutzes stehen im Mittelpunkt wie zum Beispiel die Umweltverträglichkeitsprüfung und die Eingriffsregelung. Die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen und das Management von Schutzgebieten ist ein weiterer Aspekt.

Im praktischen Teil werden das Management eines Schutzgebietes sowie die Maßnahmen und Erfolgskontrollen in einem konkreten Beispiel erläutert. Dabei steht der Vogelschutz in einem FFH-Gebiet im Mittelpunkt. Als Datengrundlage sind Brutvogel- und Biotoptypenkartierungen vorhanden. Mit Hilfe von GIS (Geografischen Informationssystemen) werden räumliche Analysen der Daten vorgenommen, um beurteilen zu können, ob ein Gebiet den Habitatanforderungen einer Vogelart genügt. Maßnahmen- und Schutzgebietkonzepte werden an diesem Beispiel diskutiert.

Hochmoore sind in der norddeutschen Tiefebene einst weit verbreitet gewesen, heute aber weitgehend zerstört. Die Renaturierung alter Hochmoorflächen ist ein vorrangiges Naturschutzziel, wie es in der Diepholzer Moorniederung auf großen Flächen verwirklicht wird. Alte Torfstiche sind Initialen der Hochmoorbildung. Vom Rand her wachsen Sphagnummoose in die alten Stiche hinein und bilden mit der Zeit dichte Teppiche.

Große offene Wasserflächen gehören mit zum Landschaftsbild und sind ein Teil eines stark strukturierten, vernetzten Biotopverbundes.

Das Management von großen Hochmoorgebieten ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die von Biologen durchgeführt wird. U. a. ist es wichtig extensiv bewirtschaftetes Grünland zu erhalten, die als Lebensraum nach FFH-Richtlinien geschützt sind. Da diese Standorte relativ nährstoffarm sind, findet eine Bewirtschaftung mit angepaßten Methode n satt, wie zum Beispiel im Neustädter Moor mit den genügsamen Diepholzer Moorschnucken.

Im praktischen Teil der Veranstaltung wird intensiv mit GIS gearbeitet. Es werden Karten erstellt, wie zum Beispiel die Habitatnutzung ausgewählter Vogelarten; hier die Löffelente.

 

 

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