Modul 4.10 Erfassung und Bewertung von Biodiversität (Wahlpflichtmodul)
Das Erkennen und Verstehen einheimischer Arten und Ökosysteme ... ... ist eine wesentliche Grundlage für das umweltbiologische Arbeiten im Bereich Ökologie und Naturschutz. Fundierte Kenntnisse von Arten, Ökosysteme und Biotoptypen sind eine Schlüsselqualifikation für viele in diesem Bereich angesiedelte Berufs- und Forschungsfelder, z.B. bei Umwelt- und Naturschutzbehörden oder Umweltplanungsbüros.Das hier vorgestellte Wahlpflichtmodul ermöglicht Studierenden der Vertiefungsrichtung Umweltbiologie den Erwerb entsprechender Fähigkeiten und Erfahrungen. Das in der gemeinsamen Verantwortung von Prof. Dr. Heiko Brunken und Prof. Dr. Dietmar Zacharias angebotene Modul wird von Lehrbeauftragten durchgeführt, die direkt aus der naturschutzfachlichen Arbeitspraxis und/oder der Biodiversitätsforschung im Bereich Zoologie oder Botanik kommen. Modulangebot im Sommersemester 2011 Das Modul wird im Sommersemester 2011 im Zeitraum 23.5. bis 19.6.2011 durch den Lehrbeauftragten Dr. Burghard Wittig (Universität Bremen) angeboten. Es hat diesmal einen botanisch-vegetationskundlichen Schwerpunkt. Die praktischen Anteile werden auf Hof Bavendamm im Bremer Blockland durchgeführt.
Inhalt: Ein Theorieteil wird durch eigenes praktisches Arbeiten im Gelände ergänzt. Die erhobenen Daten werden gemeinsam aufbereitet und bewertet. Themen sind:
- Flora des Grünlandes
- Theorie und Methoden der Aufnahme von Biodiversität
- Theorie und Methoden der Aufnahme von Habitattypen
- Typisierung von Vegetation durch unterschiedliche Verfahren
- Methoden der Auswertung und Darstellung biologischer Daten
- Bewertung von Biodiversität
Prüfungsleistung: Schriftliche Hausarbeit (Abgabe 16.06.11) Das "Projekt" Hof Bavendamm Seit 1990 wird der Hof Bavendamm in Kooperation von Selbständiger ökologischer Landwirtschaft und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Bremen e.V. (BUND) betrieben. Durch die langjährige naturschonende Bewirtschaftung der Wiesen und Weiden werden wertvolle Lebensräume für eine außergewöhnliche Artenvielfalt geschaffen und erhalten. Europaweit bedrohte Wiesenvögel wie Kiebitz, Uferschnepfe, Rotschenkel, Großer Brachvogel und andere Vogelarten brüten hier. Seltene Kleinfischarten wie Schlammpeitzger, Steinbeißer und Bitterling kann man in den Gräben entdecken. In den ehemaligen Bombenlöchern – heute Kleingewässer – leben Moorfrosch und andere Amphibien. Viele Pflanzen finden hier Ihren Lebensraum: Sumpfblutauge, Wiesenraute, Zungenhahnenfuss, Quellgras, Zwergwasserlinse so wie andere seltene Pflanzenarten.

