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Hochschule Bremen - University of Applied Sciences

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Zugnetzbefischung Weserstrand Rablinghausen 26.11.09

Zugnetzbefischung am neu angelegten Weserstrand im Weseruferpark Rablinghausen
Die Weser ist als stark ausgebauter tidebeeinflusster Fluss seit etwa 1885 mit immer stärkeren Uferbefestigungen versehen worden. Die starke Kanalisation und durchgehende Uferbefestigung steht hier in Rablinghausen in besonderem Gegensatz zu der landseitig direkt anschließenden Grünanlage "Weseruferpark", die durch ihre Weitläufigkeit und auentypischen Gehölzbestand durchaus den Eindruck einer Flusslandschaft erweckt. Es fehlt allerdings der Übergang zum Fluss selbst. Im Jahr 2009 wurde hier ein Teil des Ufers umgestaltet. Inmitten der monotonen Steinpackungen wurde ein Sandufer hergestellt, das sich der sonst vor allem weserabwärts natürlich einstellenden Uferstruktur stark annähert. Die Übergangszone zwischen Gewässer und Land wird so in einen ökologisch wertvolleren Zustand zurückgeführt. Ziel ist die Schaffung von Lebensräumen für die typische Tier- und Pflanzenwelt in diesem Bereich. Damit einher geht die Aufwertung des Erholungswerts der Grünanlage "Weseruferpark" (www.efre-bremen.de; 26.11.09).

Wir von der Arbeitsgruppe Fischökologie an der Hochschule Bremen wollen hier in regelmäßigen Abständen zu unterschiedlichen Bedingungen (Tiden, Jahres- und Tageszeiten) die ufernahe Fischfauna erfassen, um die Bedeutung dieser Strukturen als Lebensraum für Fische einschätzen zu können. Eine erste Befischung haben wir am 26.11.09 bei einsetzender Dunkelheit und bei Niedrigwasser durchgeführt.
Artenliste
- Aland (Leuciscus idus) n=11
- Brasse (Abramis brama) n=7
- Güster (Blicca bjoerkna) n=56
- Hasel (Leuciscus leuciscus) n=6
- Rapfen (Aspius aspius) n=5
- Rotauge (Rutilus rutilus) n=14
- Strandgrundel (Pomatoschistus microps) n=23
- Ukelei (Alburnus alburnus) n=1
- Zander (Sander lucioperca) n=3
Personen mit Netz nachts im Wasser
Erster Einstieg in das recht kalte Wasser bei einsetzender Dunkelheit. Foto: Heiko Brunken.
Studentin nachts mit Netz am Weserufer
Das kleine Handzugnetz wird gegen die Strömung uferparallel gezogen. Foto: Heiko Brunken.
Studenten mit Zugnetz am nächtlichen Weserstrand
Am Sandstrand lässt sich das Netz gut an Land ziehen. Foto: Heiko Brunken.
Studenten mit Fischnetz
Sorgfältig werden alle Fische, auch die kleinen Grundeln, dem Netz entnommen. Foto: Heiko Brunken.
Fische im Netz
Güster, Rotaugen und Aland sowie die kleinen Strandgrundeln sind in den Fängen am häufigsten vertreten. Foto: Heiko Brunken.
Fische in einem Maurerkübel
Die Fänge werden kurz zwischengehältert und dann bestimmt. Foto: Heiko Brunken.
Studenten beim Vermessen von Fischen
Alle Fische werden einzeln vermessen. Die Ergebnisse werden dann später in die Datenbank an der Hochschule zwecks weiterer Auswertung eingearbeitet. Foto: Heiko Brunken.

 

 

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