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Hochschule Bremen - University of Applied Sciences

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ISPG-Fachtagungen


WHO CARES? Perspektiven des Pflege- und Gesundheitsmanagements
ISPG-Fachtag am 25.10.2019 im Forum K des Roten Kreuz Krankenhauses


Fachtagung
Als Teil des Studienprogrammes wird in der Lerneinheit „Marketing in der Anwendung“ ein Fachtag durch Studierende in Begleitung der Lehrenden umgesetzt. Dieser Fachtag ist thematisch mit den Herausforderungen und Perspektiven des Managements in der Pflege- und Gesundheitsversorgung gewidmet. Die Studierenden haben dieses Thema aus folgenden Gründen gewählt:
Der Fachkräftemangel stellt das Management vor besonderen Herausforderungen. Dieser wird zukünftig noch verstärkt auftreten. Es gibt zahlreiche Evidenzen aus empirischen Erhebungen, dass das Management von Pflege- und Gesundheitseinrichtungen ganz entscheidend zur Zufriedenheit von Mitarbeiter*innen, zum Gesundheitsstatus (Ausfalltage), dem Verbleib in der Einrichtung und den Rekrutierungsmöglichkeiten beiträgt. Ebenso zeigten Studien, dass Outcome-Parameter wie die Sicherheit und das Wohlergehen der Patienten oder Bewohner und die Qualität der Leistungen auch signifikant vom Pflegemanagement beeinflusst werden. Damit sind Kompetenzen, die Qualifikation und die Zukunftsfähigkeit des Pflege- und Gesundheitsmanagements außerordentlich bedeutsam, um erkennbare Defizite anzugehen und trotz schwieriger Umstände eine tragfähige, auf professionellen Grundlagen beruhende Versorgung herzustellen.

Zahlreiche Referenten und Gäste aus dem In- und Ausland haben beigetragen. Prof. Dr. Monika Habermann, Studiengangsleitung, und die Rektorin der Hochschule Bremen, Prof. Dr. Karin Luckey begrüßten die 245 Teilnehmer*innen des Fachtages. Einen Überblick zu aktuellen Herausforderungen und den aktuellen politischen Konzeptionen, diese angemessen zu beantworten, leistete der Bevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus.
In den Vorträgen und im Rahmen einer Podiumsdiskussion wurden Aspekte managerialer Aufgaben und deren innovativer Beantwortung mit Blick auf alle Sektoren der Pflege- und Gesundheitsversorgung vorgestellt. Prof. Gabriele Meyer von der Universität Halle stellte Grundlagen und methodische Optionen für ein Evidenz-basiertes Management vor. Dr. Kaat Siebens, Pflegedirektorin aus Antwerpen, stellte Grundlagen eines Transformativen Managements vor und verband sie mit dem Prozess ein „Magnet“-Krankenhaus zu werden. Sabine Gregersen von der Berufsgenossenschaft Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege stellte auf der Grundlage zahlreicher Studien Prinzipien und Handlungsoptionen einer gesundheitsorientierten Führung vor. „Tickt die Generation Y wirklich anders? - eine empirische Studie zum Thema stellte Dr. Peter Huber, Pflegedirektion Ebersberg vor.
Eine Plenumsdiskussion rundete die Fachtagung ab. Wie geht es weiter mit der Qualifikation im Pflege- und Gesundheitsmanagement? Welche Kompetenzen auf der Grundlage welcher Qualifikationen werden zukünftig gebraucht? Können die zukünftig neu in den Arbeitsmarkt einmündenden, akademisch gebildeten Pflegefachfrauen und –männer in manageriale Aufgaben eingebunden werden? Das Podium bestand aus Vertreter*innen aller Sektoren der Pflege: Ilona Osterkamp-Weber Diplom-Pflegewirtin, Heimleiterin, Abgeordnete der Bremischen Bürgerschaft (GRÜNE) sowie Vorsitzende des Bremer Pflegerates/Landesvertretung im Deutschen Pflegerat e.V. und Absolventin des ISPG vertrat die stationäre Altenpflege. Stefan Block, Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes stellte Herausforderungen des ambulanten Sektors vor. Prof. Dr. Matthias Zündel Leiter des primärqualifizierenden, Internationalen Studienganges Pflege B.Sc. hat zur Qualifikation und Kompetenzprofilen in der akademischen Grundausbildung Pflege beigetragen. Mit im Gespräch war Juliane Schulz, Pflegedirektion Bremen-Mitte und Ehemalige des Studiengangs ISPG. Die Moderation teilten sich Steffen Schmidt-Pauls, Studierender des ISPG, und Prof. Monika Habermann.

Anläßlich des diesjährigen Fachtages des Internationalen Studienganges für Pflege- und Gesundheitsmanagement wurde auch das 25-jähriges Bestehen des Studienganges bedacht:

Der Internationale Diplom-Studiengang Pflegemanagement, so die anfängliche Bezeichnung, nahm 1994 den Lehrbetrieb auf. Der Studiengang war einer der ersten in der BRD, der mit der Akademisierung des Pflegemanagements, der Pflegewissenschaft und der Pflegepädagogik den Lehrbetrieb startete. Es handelte sich um ein Pilotprojekt das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vier Jahre gefördert wurde.

Mit der Modularisierung der Studiengänge wurde 2008 der Studiengang zum „Internationalen Studiengang für Pflege- und Gesundheitsmanagement“ erweitert und damit ein interdisziplinäres Lernen von Gesundheitsberufen (Physiotherapie, Logopädie, Heilerziehungspflege, Kranken- und Altenpflege sowie Hebammen) ermöglicht. Zugangsvoraussetzungen waren wie vormals eine dreijährige Ausbildung in einem der Gesundheitsberufe und eine mindestens einjährige Berufstätigkeit.     

Seit Etablierung des Studienganges haben über 800 Studierende einen Studienabschluss im Bereich Management erworben. Viele dieser Ehemaligen sind auch in Bremen und umzu verblieben und haben hier Tätigkeiten in der Krankenhausversorgung, stationären und ambulanten Altenpflege oder in Rehabilitationseinrichtungen und Einrichtungen für behinderte Menschen aufgenommen. 

ISPG – ist ein bundesweit einmaliger, internationaler Studiengang

Die „Internationalität“ des Studienganges zielte zunächst darauf, die fortgeschrittene Forschung und das erweiterte Professionsverständnis in anderen, vor allem angelsächsisch geprägten Ländern kennen zu lernen und Anregungen für das Studium und spätere Arbeit mitzubringen. Im Ergebnis unterstützte interkulturelles Lernen die Herausbildung von interkulturellen Kompetenzen und damit das, was bedingt durch die Migration von Patienten und Fachkräften heute als eine zentrale Kompetenz auch im Management von Gesundheits- und Pflegeeinrichtung erachtet wird.

Von Anfang an beinhaltet die internationale Ausrichtung des Studienganges, dass ein Studiensemester im Ausland verbracht wurde, Module zum Erwerb oder zur Verbesserung von Sprachkompetenz angeboten wurden und wissenschaftliche Literatur aus dem Angelsächsischen einbezogen werden konnte.  

Mit Beginn des Lehrbetriebes haben auch Wissenschaftler*innen aus anderen Ländern die Lehre immer wieder mit vertreten: 

Zum Beispiel mit mehrsemestrigen vom DAAD finanzierten Lehrtätigkeiten:

Niederlande Hanzehogeschool Groningen

Caledonia University Glasgow

University Kwazulu Natal, Durban

University Manipal, Indien

University Tampere, Finnland

Middlesex University, England

Mit Südafrika, Universität Kwazulu Natal in Durban bestand eine über 10-jährige vom DAAD finanzierte  Austauschbeziehung (ISAP-Programm). Jährlich wurde ein Lehraustausch initiiert. Dozenten der HS Bremen lehrten in Südafrika und umgekehrt wurden Kurzzeitdozenturen für Lehrende aus der Republik Südafrika umgesetzt. Zahlreiche Studierende aus beiden Ländern haben Dank des vom DAAD finanzierten Studienprogrammes Studienmodule im Austausch besuchen können.

Die internationale Ausprägung des Studienganges hat auch frühzeitig Forschungskooperationen mit dem Ausland befördert (z.B.  zum "Nursing Process") und eine Vernetzung, z.B. in dem europäischen Forschungsnetzwerk COST-Projekt  RANCARE mit Beteiligung 26 europäischer und außereuropäischer  Länder.

The Nursing Process

https://www.elsevier.com/books/the-nursing-process/habermann/978-0-443-10191-5

COST-Projekt Missed Nursing Care (RANCARE)

https://www.rancare-action.eu/

 

Die Studierenden waren sehr findig in der Auswahl geeigneter Studienorte im Ausland und haben, begleitet von den Auslandsbeauftragten immer neue Studienmöglichkeiten erschlossen. Über 50 Studierende haben beispielsweise in Südafrika an renommierten Universitäten wie University Kwazulu Natal oder Cape Town University studiert. Sie waren weiter in Australien, Indien, Russland, USA, United Kingdom, Schweden, Polen, Schottland, Irland, Spanien und Frankreich um einige der angewählten Länder zu benennen.

Forschung

Die Lehrenden im ISP und ISPG haben zahlreiche Forschungsmittel eingeworben und Forschungen umgesetzt mit Mitteln des BMBF, des DAAD und beauftragt durch das BMG.  Wissenschaftler*innen der Projekte wurden weiterqualifiziert (Promotionen) und sind heute selbst in akademischen Positionen tätig. Wissenschaftler*innen des Studienganges haben sich auch an der Begleitung und Evaluation versorgungsbezogener Projekte des Landes Bremen beteiligt, z.B. bei der Etablierung einer aufsuchenden Altenarbeit in Form von Hausbesuchen.  

Schließung des Studienganges

Im Zuge der Akademisierung der Grundausbildung hat das Land Bremen wiederum als eine der ersten Standorte einen primärqualifizierenden Studiengang etabliert und dessen Ausstattung finanziert, auch unter Einbezug der Professuren aus dem ISPG. – Infolge dessen wird der ISPG geschlossen. Die Lehrenden und Studierenden begrüßen die Etablierung eines primärqualifizierenden Studienganges und haben die Entwicklungen nachdrücklich unterstützt. Sorge bereitet allerdings die Lücke die nun in der managerialen Ausbildung entsteht.  Es wird dauern, bis eine angemessene Anzahl von akademisch ausgebildeten Pflegekräften über einen zweiten Abschluss, den Master verfügen werden mit dem zukünftig manageriale Kompetenzen erworben werden. Insbesondere im wichtiger werdenden stationären und ambulanten Pflegebereich sind noch sehr wenig akademisch ausgebildete Fachkräfte tätig, was die Attraktivität, die Zukunftsorientierung und Innovationsfähigkeit beeinträchtigt.    

Der diesjährige Fachtag feierte Jubiläum und bedachte den Abschluss des ISPG mit einem Sektempfang für ehemalige und aktuell Studierende, Lehrende und Mitarbeiter*innen des Studienganges aus. Alle haben auf das 25-jährige Jubiläum und die geleistete Arbeit angestoßen.


23. ISPG Fachtag am 16. Februar 2018
Verschwendung vs. Wertschöpfung ‐ Wie achtsam sind wir wirklich?


In diesem Jahr lag der Fokus des Tages auf der Verschwendung im deutschen Gesundheitswesen auf der einen, sowie einer innovativen Wertschöpfung auf der anderen Seite. In Zukunft werden sich die Allokationsprobleme im deutschen Gesundheitswesen weiter zuspitzen. Vor diesem Hintergrund wurden Konzepte wie das LEAN‐Management als Instrument mit Fokus auf den Wertschöpfungsprozess im Gesundheitswesen vorgestellt.
Themenschwerpunkte der Veranstaltung waren:
- Makroökonomische Perspektiven der Gesundheitsausgaben
- Change-Management Prozess
- Lean Management in die Praxis
- LEAK Management als juristische und ethische Herausforderung
- Case Management gleich Zeitmanagement
- Facility Management - Auffinden von Verschwendung
- Patientenwohl und Ökonomisierung
Zusätzlich gab es ein Rahmenprogramm, welches sich, gemäß dem Motto des Fachtags, mit Wertschöpfung und Verschwendung im Pflegealltag beschäftigte. Zur Beantwortung der Online-Umfrage standen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern drei Rechner zur Verfügung oder es gab die Möglichkeit, sich direkt mit dem eigene Smartphone zur Umfrage einzuloggen. Des Weiteren gab es eine Frage zur Einschätzung vom Müllaufkommen nach einem ambulanten OP-Tag sowie die Frage nach dem: Was wird wirklich für einen PEG Verbandswechsel benötigt. Die Ergebnisse wurden am Ende der Veranstaltung dem Publikum vorgestellt.
Wir danken unseren Unterstützern für ihre großzügigen Spenden. Diese haben es uns ermöglicht wieder so einen interessanten und anregenden Fachtag auszurichten. Dank auch an alle Referenten für ihre interessanten Vorträge sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr zahlreiches Erscheinen.
  • Flyer (321.5 kB Byte)

22. ISPG Fachtag am 27. Januar 2017
Patient Zukunft - wie Technik und Digitalisierung Pflege und Gesundheitssystem verändern


Wie einst Albert Einstein sagte: “Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.“ Ist es unser Bestreben, die Zukunft der Pflege und die unserer Patienten zu gestalten und zu verbessern, denn in ihr leben wir.

Der ISPG-Fachtag 2017 widmete sich mit dem Motto „Patient Zukunft – wie Technik und Digitalisierung Pflege und Gesundheitssystem verändern“ einem sehr aktuellen Thema. Es drehte sich alles um die Chancen und Risiken der wachsenden Digitalisierung im Gesundheitswesen. Mit dem Fachtag wurde ein Blick in den Gesundheits- und Pflegebereich der Zukunft gewagt.
Themenschwerpunkte der Veranstaltung waren:

- Digitalisierung in der Pflege – Stand der Möglichkeiten und Umsetzungen in die Praxis
- Digitalisierung in der Versorgung am Beispiel der elektronischen Gesundheitsakte
- Telemedizin – aktueller Stand und Zukunftsperspektiven
- Datenschutz im Gesundheitswesen
- Digitalisierung unter ethischer Betrachtung
- Stand von Digitalisierung im Ausland am Beispiel Südafrika

Der Studiengang Pflege- und Gesundheitsmanagement freute sich sehr im Rahmen der Fachtagung die Professorinnen Frau Moleki und Frau Oosthuizen von der Partneruniversität aus Südafrika zu begrüßen zu dürfen.
Ein besonderer Dank gilt allen Unterstützern, die durch die Spenden den Fachtag erst möglich gemacht haben, den Referenten für ihre interessanten Vorträge sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihr zahlreiches Erscheinen.

21. ISPG Fachtag am 5.02 2016 zum Thema
Die Zukunft wird bunt – Vielfalt als Chance im Gesundheitswesen


Der diesjährige Fachtag stand im Zeichen von Integration und Vielfältigkeit. Themenschwerpunkte waren:

• Fachkräftemangel
• Integrative Nachwuchssicherung
• Interkulturelles Training
• Diversity Management: Multikulturelle Teams im Gesundheitswesen
Die Vorträge der Referenten befassten sich mit dem grundlegenden Thema „Deutschland als Einwanderungsland“, der Wichtigkeit von Qualifizierung als Voraussetzung zur beruflichen Integration sowie der Sensibilisierung von Leitungen, Teams und Arbeitgeber kulturelle Unterschiede wahrzunehmen und dann mit kulturell bedingten Missverständnissen umzugehen.
An Beispielen wurden in den Vorträgen Anregungen und Lösungen vorgestellt. In einem Workshop „Interkulturelles Training“ lernten die Besucher des Fachtages „seine/ihre“ eigenen kulturellen Barrieren kennen.
Der Fachtag schloss mit einer Podiumsdiskussion zum Thema Fachkräftemangel und ob Deutschland die Ressourcen durch die Migration nutzt, ab.

20. ISPG Fachtag am 23.01.2015 zum Thema
Wer schreibt, der bleibt...?!
Aufwand und Nutzen von Dokumentation im Gesundheits- und Pflegebereich


"Wer schreibt, der bleibt!" Wer im Gesundheitswesen tätig ist, wird diesen Satz sehr früh hören und ihn bis zu dem Zeitpunkt mit sich tragen, an dem diese unumstößlichen Worte an den nächsten Berufsanfänger/die nächste Berufsanfängerin weitergegeben werden.
In der heutigen Zeit, in der viele Krankenhausstationen Überlastungsanzeigen schreiben und das Personal kaum noch Zeit für die eigenen Patienten und zu betreuenden Menschen hat, nimmt die Bürokratie scheinbar stetig zu. Doch was hat es mit der Dokumentationspflicht im Gesundheitswesen tatsächlich auf sich und was lässt sich vielleicht effizienter gestalten?
Der 20. Fachtag des Internationalen Studiengangs Pflege- und Gesundheitsmanagement der Hochschule Bremen soll dieses Thema näher aus den verschiedenen Positionen der Pflege, der Therapeuten und der Krankenkassen beleuchten.
Im Rahmen der 20. ISPG Fachtagung fand außerdem die Antrittsvorlesung des neuen Kollegen Herrn Prof. Dr. Matthias Zündel statt, der seit dem 01. September 2014 im Internationalen Studiengang Pflege- und Gesundheitsmanagement tätig ist und seit dem 01. März die Studiengangsleitung übernommen hat.
Einige Impressionen finden Sie hier:

19. ISPG Fachtag am 24.01.2014 zum Thema
Work Life Balance


  • Flyer (872.8 kB Byte)

 

 

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