3 Fragen an ehemalige Studierende...
Carolina QuesadaModeratorin, Funkhaus Europa
Welche Genres gibt es? Wie produziere ich einen TV- oder
Hörfunkbeitrag? Wie mache ich ein Magazin? Wie wichtig ist Layout? Das wußte ich schon vor meinem Volontariat und konnte auf dieser Grundlage mein Wissen vertiefen.
Während des Praxissemesters konnte ich praktische Erfahrungen in Redaktionen sammeln und Kontakte herstellen.
2. Theorie
Diese verrückten Wissenschaftler haben sich das nicht alles ausgedacht. Hinter der Theorie steckt fast immer Empirie, also
Erfahrung. Die Theorie hilft mir, meine berufliche Realität zu verstehen z.B. wenn es um die Selektion einer Nachricht geht.
3. Auslandssemester
Dank dieser Erfahrung hatte ich die Möglichkeit, eine Sprache und eine weitere Kultur kennen zu lernen. Mein Semester in Avignon, Frankreich, möchte ich nicht missen! Was war die schwierigste Hürde, die du im Studium nehmen musstest? Herzukommen war das Schwierigste für mich. Ich bin als Austauschstudentin gekommen und musste viel organisieren, um das zu erlangen. Einmal an der Hochschule angekommen, lief alles gut! Und die Anfangszeit in Frankreich war eine Herausforderung, weil ich kaum Französisch konnte. Was rätst du Journalistik-Studienanfängern? Ausnutzen und genießen! Sich so viel wie möglich einbringen – im Studiengang und in der HS allgemein. Stefan Bauer
Redakteur dpa-AFX
Was hat dir im Studium für deinen jetzigen Beruf am meisten geholfen?
Neben der praxisnahen Arbeit in der Lehrredaktion hat mir auch der fachliche Schwerpunkt Wirtschaft, mit den Seminaren in Betriebswirtschaft und Volkswirtschaftslehre geholfen. Zwar konnte ich gerade bei einigen Details noch eine Menge lernen, aber das Grundverständnis hatte mir das Studium vermittelt. Ganz klar war aber auch das Praxissemester Gold Wert. Ich bin mir ziemlich sicher, dass mir die Praktika etwa bei der dpa oder der Online-Redaktion des Handelsblatts bei der Suche nach einem Volontariat geholfen haben. Da wir in der Redaktion von dpa-AFX
viel mit englischen Quellen arbeiten, hat auch das Auslandssemester in Großbritannien sicherlich nicht geschadet.
Was war die schwierigste Hürde, die du im Studium nehmen musstest?
Neben der damaligen Aufnahmeprüfung (2003), bei der ich erst gar nicht so recht einschätzen konnte, wie es gelaufen ist, die Diplomarbeit. Sich aus der Fülle an interessanten Themen auf eines festzulegen und die Interviewpartner von meiner Idee zu überzeugen, hat mir gezeigt, wie wichtig Entschlusskraft und Durchhaltevermögen sind.
Was rätst du Journalistik-Studienanfängern?
Keine Angst vor Wirtschaftsthemen, keine Angst vor Experimenten (Praktika!) und den Spaß am Studileben nicht vergessen.
Sarah Dippelviel mit englischen Quellen arbeiten, hat auch das Auslandssemester in Großbritannien sicherlich nicht geschadet.
Moderatorin und Reporterin, Hessischer Rundfunk
Was hat dir im Studium für deinen jetzigen Beruf am meisten
geholfen?
Die Lehrredaktion: In den Bereichen Print, Radio und Fernsehen konnte ich experimentieren und mich ausprobieren. Das Auslands- und Praxissemester hat meinen Berufswunsch gefestigt und konkretisiert.
Was war die schwierigste Hürde, die du im Studium nehmengeholfen?
musstest? Es gab eigentlich nur eine Hürde und die war das damalige Kantinenessen in Huckelriede. Also hieß es Stullen mitnehmen. Was rätst du Journalistik-Studienanfängern? Probiert euch im Studium aus. Versucht im Praxissemester Kontakte zu knüpfen. Geht entspannt und selbstbewußt in die Arbeitswelt.
Roland Kanwicher
Moderator Morningshow Bremen Vier
geholfen? Die Praxisanteile in den jeweiligen Modulen. Was war die schwierigste Hürde, die du im Studium nehmen
musstest? Durchzuhalten während der Diplomarbeit war eine große Herausforderung. Die enge Zusammenarbeit mit Prof Dr. Barbara Witte und das strenge Einteilen der Tagesabläufe hat dabei geholfen. Was rätst du Journalistik-Studienanfängern? Möglichst schnell eine konkrete Vorstellung zu entwickeln, wo man gerne einmal arbeiten möchte und das Praxis- und Auslandssemester gezielt dafür nutzen. Stefanie Trümper
Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin,
Universität Hamburg
Was hat dir im Studium für deinen jetzigen Beruf am meisten
geholfen?
Für meinen jetzigen Beruf als wissenschaftliche Mitarbeiterin hat mir während des Journalistikstudiums die Mischung aus theoretischen und praktischen Zugängen zum Journalismus am meisten geholfen. Auf diese Weise habe ich mein Interesse an der Journalismusforschung entdeckt und konnte dies, neben der fundierten praktischen Ausbildung, kontinuierlich weiter verfolgen und vertiefen. Das Auslandssemester an der Universität Helsinki gab mir dann einen weiteren Anstoß, meinen Weg in die Wissenschaft Stück für Stück weiter zu gehen. Aus heutiger Sicht war es vor allem die Mischung aus Theorie und Praxis sowie das Sammeln journalistischer Erfahrung, die mich zu einer Wissenschaftlerin gemacht haben, die sich sehr gerne mit viel Freude und Vorstellungskraft dem Gegenstand Journalismus zuwendet und keine Scheu hat, den Chefredakteur prominenter Medien um ein Interview zu bitten - wenn es sein muss, auch mit einem Quäntchen journalistischer Hartnäckigkeit.
Was war die schwierigste Hürde, die du im Studium nehmengeholfen?
musstest? Die schwierigste Hürde, die ich während meines Studiums nehmen musste, waren die Praktika, die in der Regel nicht vergütet wurden und ich somit ein halbes Jahr lang konstant pleite war. Zwar hat mir die redaktionelle Arbeit bei Zeitungen, TV und Hörfunk sehr viel Spaß gemacht und mir ein hohes Maß an Selbstbewusstsein gegeben, aber mir eben auch gezeigt, wie hart der Weg in jene Medien ist, in die auch so viele andere wollen. Abzuwägen, wie weit man dabei geht und was man in Kauf nimmt, war gar nicht so einfach.
Was rätst du Journalistik-Studienanfängern? Mein Rat an ISFJ-Studienanfänger ist, auf jeden Fall frühzeitig darüber nachzudenken, was sie sich unter der Arbeit als Journalist vorstellen und sich klar zu machen, warum sie ggf. Journalist werden möchten. Weiter kann ich nur raten, keine Angst vor Theorien des Journalismus zu haben, denn sie helfen schlussendlich ganz wesentlich zukünftige Arbeitsfelder zu verstehen. Ein weiterer Tipp von mir ist, sich vor allem mit Blick auf Praktika nicht unter Wert zu verkaufen und Schritt für Schritt herauszufinden, was einen am und im Journalismus am meisten begeistert. Journalismus machen ist aus meiner Sicht mehr als die Gabe, eine gute Schreibe für Zeitungen und Internet vorweisen zu können oder im Besitz einer adäquaten Radiostimme zu sein. Viel stärker wiegen fachliches Interesse an Themenfeldern, Spezialisierung, Neugierde, Kritikfähigkeit und Hartnäckigkeit, gepaart mit etwas Idealismus und einem hohen Maß an Pragmatismus. Das ist mein Bild vom Journalismus, das ich im Laufe meines Studiums bekommen habe.

