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Hochschule Bremen - University of Applied Sciences

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Zielsetzung

Hintergrund
Die deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen sind umfangreich und vielfältig - und sie haben ein beträcht-liches Wachstumspotential. Die Wirtschaft der Türkei boomt. Die Wachstumsrate wird in diesem Jahr 7 bis
8 % erreichen; allein im zweiten Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt im Jahresvergleich um 13,4%. "Die Dynamik in der Türkei ist atemberaubend. „Immer, wenn ich nach Deutschland zurückkomme, fühle ich mich hier wie im Schlafwagen." (So Jürgen Burks, Projektleiter in der Türkei bei der Gladbacher Unternehmensbe-ratung ZAP. Vgl. Wirtschaftswoche Nr. 40 v. 23.09.04)

Die wirtschaftlichen Beziehungen sind vielfältig:
• Deutschland ist für die Türkei mit 12,5 Mrd. € Handelsvolumen
(2002) der wichtigste Handelspartner.
• Die türkischen Importe aus Deutschland stiegen im Jahr 2002 um
30%; die Exporte nach Deutschland um 8,3%.
• Seit vielen Jahren ist Deutschland in der Türkei der größte
ausländische Investor.
• Über 1000 deutsche Unternehmen sind mit großen Niederlassungen
und z.T. mit eigenen Produktions-stätten in der Türkei präsent .
• Traditionell kommen die meisten Touristen in die Türkei aus
Deutschland (3,5 Millionen; mit einer Wachstumsrate im Jahre 2002
von 26,6%).
• 2,5 Millionen Bürger und Bürgerinnen türkischer Herkunft leben in
Deutschland. Ihre Kaufkraft und ihr Konsum bilden einen
interessanten und eigenständigen Markt für Konsumgüter und
Dienstleistungen.
• Ca. 60.000 Türken oder Deutsche türkischer Abstammung sind in
Deutschland selbständige Unterneh-mer, die ca. 300.000
Arbeitsplätze stellen. Die Zahl der türkischen Selbständigen wächst
mit ca. 11% pro Jahr besonders schnell ("Gründerboom").
• Diese Unternehmen haben längst die "Nischenökonomie" verlassen
und sind heute im Groß- und Ein-zelhandel, im Hotel- und
Gastronomiebereich, in anderen Dienstleistungen, sowie
zunehmend im Bau-, Handwerks- und produzierenden Bereich aktiv.

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern sind seit langem institutionalisiert. Die deutsch-türkischen Handelskammern in Deutschland und in der Türkei, die deutsch-türkische Außenhandelskammer und der deutsch-türkische Kooperationsrat unterstützen die Beziehungen. Eine Vielzahl von Abkommen zwischen den Regierungen (Investitionsschutz, Doppelbesteuerung, Sozialversicherung, Kapitalverkehr, wirtschaftliche Zusammenarbeit usw.) haben eine lange Tradition. Schließlich unterstützt die deutsche Regie-rung die Türkei aktiv bei ihrem Bemühen um eine eine volle EU-Mitgliedschaft.

Es ist bei der Intensität der deutsch-türkischen Beziehungen verständlich, dass diese längst auch auf den Bildungssektor übergegangen sind. So besuchen heute in Deutschland ca. 400.000 türkischstämmige Schü-ler die allgemeinbildenden Schulen, 100.000 besuchen technische Schulen und Berufsschulen. Schließlich studiert schon ein beachtlicher Anteil an Fachhochschulen und Univeritäten. Der weitaus größte Teil von ihnen sind sogenannte Bildungsinländer, in Deutschland aufgewachsen und mit deutscher Hochschulzu-gangsberechtigung. Doch auch die direkt aus der Türkei gekommenen Studenten sind mit 5100 Personen eine beachtliche Gruppe.

 

 

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