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Hochschule Bremen plant innovatives Modell zur Fachkräftesicherung in der Pflege

Rektorin Luckey will mit Partnern attraktives Angebot in Bremen schaffen
Die Sicherung des Fachkräftebedarfs im Bereich der Pflege stellt bundesweit und auch im Land Bremen eine Herausforderung dar. Mit dem Pflegeberufereformgesetz eröffnet sich die Chance auch für Bremen, die Pflegeausbildung neu und attraktiver zu gestalten. In Bremen sind bereits heute viele Stellen im Pflege- und Gesundheitssektor unbesetzt; der Bedarf steigt deutlich. Unter dem Motto „Pflege für Bremen“ entwickelt aktuell die Hochschule Bremen (HSB) in Kooperation mit der Universität Bremen sowie mit der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz eine innovative hochschulübergreifende Kooperationsplattform, um die akademische Qualifizierung in der Pflege und für die Gesundheitsfachberufe neu aufzustellen.

Mit der Planung eines primärqualifizierenden Internationalen Studiengangs Pflege ist die HSB führend, um ein zukunftsweisendes und passgenaues Studienangebot zu schaffen. Der Start ist für das Wintersemester 2019/20 geplant. „Der neue Internationale Studiengang Pflege ist ein Baustein, um die Attraktivität des Berufs aufzuwerten. Noch wesentlicher ist es uns aber, dass wir damit in Bremen einen Beitrag leisten, um die Versorgungsqualität der uns anvertrauten Menschen zu sichern“, sagt Prof. Dr. Matthias Zündel, der im Moment den neuen Studiengang plant. „Der Studiengang kann hier Impulsgeber sein, um mit der Praxis gemeinsam Veränderungsprozesse zu initiieren. Dabei soll dieser nicht isoliert gedacht werden, sondern versteht sich als integraler Bestandteil einer kompetenzorientierten Ausrichtung der pflegerischen Berufe mit den dafür nötigen Durchlässigkeiten, aber auch den klaren Zuschnitten zum jeweiligen Kompetenzlevel. Gerade diese inhaltliche Debatte im Bereich des Skill- und Grade-Mix gilt es, von Beginn an mit allen beteiligten Akteuren im Bundesland zu diskutieren und umzusetzen. Bremen hat hier als ein Bundesland mit kurzen Wegen die besten Voraussetzungen, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen“, so Zündel weiter.

Die HSB entwickelt damit ein zentrales Element zur Fachkräftesicherung im Land Bremen und im Nordwesten. Die HSB hat mit dem Studiengang Angewandte Therapiewissenschaften und in Kooperation mit den Fachschulen der Logopädie (Wisoak) und Physiotherapie (Bremer Heimstiftung) bereits ein innovatives Programm für die Durchlässigkeit zwischen akademischer und fachschulischer Ausbildung geschaffen. Weitere Pläne hat die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz für die HSB für den Bereich der Hebammen. Die HSB entwickelt sich damit zu einem Kristallisationspunkt, wenn es um die grundständige Akademisierung der Pflege- und Gesundheitsfachberufe im Land Bremen geht. Durch die Kooperation mit der Universität Bremen und deren Schwerpunkte steht im Land Bremen ein breites, durchlässiges Angebot zur Verfügung.

Prof. Dr. Karin Luckey, die Rektorin der HSB, begrüßt die Initiative der Bremer Heimstiftung, auch auf der Ebene der beruflichen Bildung zeitnah trägerübergreifende Ausbildungsverbünde zu schaffen, beispielsweise nach dem Berliner Modell (Wannsee-Schule). „Eine gemeinsame Verantwortung für die neue generalistische Pflegeausbildung der Schulträger im Land Bremen und eine engere Verbindung mit den Entwicklungen in der Hochschule Bremen im akademischen Bereich trägt zur Standortattraktivität, Bindung von Personal sowie zur Qualitätsentwicklung in der Versorgung bei, die den Patientinnen und Patienten zugutekommt. Die HSB begrüßt und unterstützt daher diese Entwicklung und steht bei Bedarf als weitere Kooperationspartnerin zur Verfügung. Mit einem gemeinsamen Pflege- und Gesundheitscampus könnte eine Lehr- und Lerneinrichtung geschaffen werden, die auch für die angewandte Forschung und Weiterbildung genutzt werden kann. Ein gemeinsam zu nutzendes modernes Skills-Labor, Simulationszentrum und Lehrgebäude bietet daher vielfältige Potentiale“, so Rektorin Luckey.
Ansprechpartner
Name Telefon E-Mail
Zündel, Matthias, Prof. Dr. +49 421 5905 2192  senden


veröffentlicht am 2018-09-05 16:26

 

 

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