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„Wege zur FH-Professur“: Info-Roadshow über Karriereperspektiven - Erfolgreicher Start der Kampagne zur Gewinnung von Professorinnen und Professoren

Rektorin Prof. Dr. Karin Luckey begrüßt die rund 70 Gäste - Foto: Sabrina Peters, Hochschule Bremen.
Veranstaltungsreihe gastierte in der Hochschule Bremen

In den kommenden Jahren sind 50 Professuren zu besetzen
Mit einer „Info-Roadshow“ warb die Hochschule Bremen gemeinsam mit dem Hochschulverbund UAS7 für den Beruf der Professorin bzw. des Professors an einer Hochschule der Angewandten Wissenschaften (bzw. Fachhochschule (FH)). Über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich in interaktiven Podiumsdiskussionen und persönlichen Gesprächen über diesen Karriereweg. Professorinnen und Professoren der Hochschule Bremen berichteten über ihren eigenen Weg an die Hochschule, ihren Berufsalltag zwischen Lehre, Forschung und Transfer sowie Chancen und Herausforderungen. Hochkarätige Unterstützung gab es durch die Präsidenten der Fachhochschulen in Berlin (HWR), Osnabrück und Münster, die eigens nach Bremen anreisten.

Hintergrund dieser eher ungewöhnlichen Initiative, die am 12. Mai 2017 in der Hochschule Bremen gastierte: Bis zum Ende des Jahrzehntes muss bundesweit jede fünfte freigewordene FH-Professur wiederbesetzt werden. Allein an der Hochschule Bremen werden in den kommenden Jahren 50 Professuren ausgeschrieben. Die Kampagne richtete sich vor allem an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Hochschulen sowie an Praktikerinnen und Praktiker in der Wirtschaft.

„Durch die in jüngerer Zeit stark gestiegene Nachfrage nach einem Studium an einer FH hat sich eine Dynamik entwickelt, mit der die Anzahl der Professuren nicht Schritt gehalten hat,“ erklärt Rektorin Prof. Dr. Karin Luckey. „Zudem ist die Wiederbesetzung freier Stellen vor allem dort schwierig, wo eine hohe Nachfrage in der Wirtschaft besteht - beispielsweise in den Informationstechnologien oder den Ingenieurwissenschaften.“

„Mit unserer Info-Veranstaltung haben wir Frauen und Männer angesprochen, die eine neue berufliche Herausforderung suchen, gern mit jungen Menschen zusammenarbeiten und sich für Themen an der Schnittstelle zwischen Bildungs-, Forschungs- und Managementaufgaben interessieren. Allen, die promoviert haben oder dies in absehbarer Zeit tun werden, sollte so der Beruf einer Professorin oder eines Professors an einer Fachhochschule (FH) als ein interessantes Berufsfeld nähergebracht werden“, umreißt Karin Luckey die Zielsetzung der Roadshow.

Hochschulen der Angewandten Wissenschaften zeichnen sich durch eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis sowie eine stark anwendungsorientierte Forschung aus. Neben hohen Ansprüchen an die wissenschaftliche und pädagogische Kompetenz ist daher auch die Fähigkeit, praxisrelevantes Wissen aus der eigenen Berufserfahrung zu vermitteln, eine entscheidende Anforderung an die Bewerberinnen und Bewerber um eine FH-Professur.

„Aus Sicht der Hochschulen der Angewandten Wissenschaften ist ein längerfristig angelegtes Bund-Länder-Programm zur Gewinnung von Professorinnen und Professoren vonnöten, wie es auch der Wissenschaftsrat (1) und die Hochschulrektorenkonferenz (2) im Oktober 2016 formuliert haben,“ bringt Karin Luckey ihre politische Forderung auf den Punkt. „Ziel muss es sein, die Karrierewege von Professuren an Fachhochschulen nachhaltig zu fördern, indem wir geeignete Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler für das fachhochschulspezifische Profil gewinnen und möglichst halten. Bei allen derartigen Maßnahmen sind die Spezifika von Fachhochschulen besonders zu berücksichtigen.“

Karin Luckey nennt dafür einige Beispiele: „Personalgewinnungsstrategien lassen sich auch gemeinsam mit Unternehmen und Organisationen entwickeln, zum Beispiel durch Qualifizierungsstellen oder Tandemprogramme (Kooperationen mit der Berufspraxis zur Erlangung der erforderlichen Doppelqualifikation). Damit leistet die Hochschule Bremen einen wertvollen Beitrag zu Transfer und Innovation. Davon profitieren alle.“

„Es sollten auch neue Formen wissenschaftlicher Qualifizierung für eine FH-Professur in den Fächern erprobt werden, die nicht an Universitäten gelehrt werden bzw. die den sich nach und nach akademisierenden Berufsfeldern zuzuordnen sind,“ wie Karin Luckey am Beispiel der Pflegeberufe erläutert.

Sieben forschungsorientierte deutsche Hochschulen mit starker internationaler Ausrichtung (Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Hochschule Bremen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Technische Hochschule Köln, Hochschule München, FH Münster und Hochschule Osnabrück) haben sich zum Netzwerk „Seven Universities of Applied Sciences – Alliance for Excellence“ (UAS7) zusammengeschlossen. Die UAS7-Hochschulen erarbeiten gemeinsam Qualitätsstandards für Studium und Lehre, fördern den nationalen und internationalen Austausch in der Wissenschaft und unterstützen den Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen.


Hinweise für Redaktionen:
Unter: https://dataexchange.hs-bremen.de/exchange?g=wxd6s22m sind bis 11. Juni 2017 Fotos von der Veranstaltung am 12. Mai hinterlegt, die im Zusammenhang mit der Berichterstattung in den Medien kostenfrei verwendet werden dürfen, - Fotos: Sabrina Peters, Hochschule Bremen.


Fußnoten:
(1): Empfehlungen des 134. Senats der HRK (2016): Grundsätze für ein nachhaltiges Bund-Länder-Programm zur Gewinnung von Professorinnen und Professoren an HAW und FH (https://www.hrk.de/positionen/?tx_hrkconvention_conventions[decision]=1120&tx_hrkconvention_conventions[action]=show&tx_hrkconvention_conventions[controller]=Convention&cHash=450640ec3b8e16880d3491b0bc9b7e9a));
(2): Wissenschaftsrat (2016): Empfehlungen zur Personalgewinnung und -entwicklung an Fachhochschulen (https://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/5637-16.pdf).
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Blaschke, Monika, Dr. +49 421 5905 2184  senden


veröffentlicht am 2017-05-15 15:49

 

 

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