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“poetry on the road” - 18. Internationales Literaturfestival Bremen vom 7. bis 12. Juni

Seit 17 Jahren fester Bestandteil des bremischen Kulturlebens

Veranstalter: Hochschule Bremen und Radio Bremen mit dem Nordwestradio
Autorinnen und Autoren der Weltliteratur Seite an Seite mit hochinteressanten Neuentdeckungen - die Themen so vielfältig wie die Präsentationen: „poetry on the road“ überrascht auch 2017 mit dem erstaunlichen Formen- und Medienreichtum zeitgenössischer Poesie, stellt Lyrik in Verbindung mit anderen Künsten vor, als visuelle Lautpoesie, als Performance und als Rap. Veranstalter des Internationalen Literaturfestivals vom 7. bis 12. Juni sind die Hochschule Bremen und Radio Bremen mit dem Nordwestradio. Bereits zum 18. Mal präsentiert „poetry on the road“ den Formen- und Medienreichtum zeitgenössischer, internationaler Poesie und zeigt Lyrik in der Verbindung mit anderen Künsten.

Stimme, Sprache und Sound sind die Werkzeuge, mit denen sie ihre Dichtung formen. Bei „poetry on the road“ 2017 präsentieren 33 Dichterinnen und Dichter aus 20 Ländern den Formen- und Medienreichtum zeitgenössischer Poesie. Etablierte Stars der Weltliteratur, Seite an Seite mit überraschenden Neuentdeckungen – das ist das bewährte Konzept von „poetry on the road“. Auch in diesem Jahr erlebt das Bremer Publikum ein multilinguales Wort-Konzert. Aufgrund ihrer unterschiedlichen schriftstellerischen Arbeitsweisen bieten sie eine faszinierende Werkschau der poetischen Weltaneignung. Mit dabei sind auch in diesem Jahr Schreibende aus allen Generationen, darunter „homme de lettres“ Adam Zagajewski aus Polen, die große niederländische Autorin Connie Palmen, der erstmals in Europa auftretende schamanische Poet Samar Gantang von der Insel Bali, die Klassiker der deutschsprachigen Literatur Volker Braun und Reiner Kunze, die legendäre Autoren- und Musikergruppe FÖN, die Poetry-Slammer und Spoken-Word-Poets Bas Böttcher und Kirsten Fuchs aus Deutschland, Jens Nielsen aus der Schweiz, sowie Zena Edwards und Toby Thompson aus England. Unter den Gästen auch weltbekannte Autoren wie der Engländer Simon Armitage, der Mazedonier Nikola Madzirov, die Neuseeländerin Hinemoana Baker und Yolanda Castaño aus Spanien Seite an Seite mit shooting stars der jungen Literaturszenen wie Charlotte Van den Broeck aus Belgien, Ulrike Almut Sandig aus Deutschland und Han Lynn aus Burma. Neben dem Kabarettisten und Lyriker Fritz Eckenga aus Deutschland lesen Ghayath Almadhoun aus Syrien/Schweden, José Ramón Ripoll aus Spanien, die frisch gekürte Peter-Huchel-Preisträgerin Orsolya Kalász aus Ungarn / Deutschland, Müesser Yeniay aus der Türkei, Zhou Zan aus China, Laura Accerboni aus Italien/Schweiz und Tara Bergin aus Irland.

Im Vorfeld der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, deren Ehrengastland Frankreich sein wird, präsentiert „poetry on the road“ im Institut français mit Vincent Tholomé und Antoine Wauters aus Belgien, Roland Brival aus Frankreich, sowie Vincent Barras und Jacques Demierre aus der Schweiz herausragende Lyriker der Francophonie.

Im Rahmen des Festivals geht die Internationale Schreibwerkstatt mit dem Poetry-Slammer Bas Böttcher für Studierende der Hochschule Bremen erneut an den Start; auch ein Literaturworkshop in der Zentralbibliothek im Wallsaal für Schülerinnen und Schüler der Oberstufen, geleitet von Ulrike Almut Sandig, ist Teil des Festivalprogramms. Außerdem veranstaltet „poetry on the road“ in diesem Jahr zum ersten Mal eine Internationale Poetry-Slam Gala in der Zentralbibliothek.

Im Theater am Goetheplatz, in der bremer shakespeare company, im Weserhaus von Radio Bremen, bei einer Flussfahrt an Bord der MS Senator und an zahlreichen weiteren Spielstätten zwischen Bremer Dom und Kippenberg-Gymnasium bringen 33 Poets aus aller Welt die Weltsprache Poesie in die Hansestadt. Ein Festival, das inzwischen aus Bremens Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken ist und den Veranstaltern regelmäßig ausverkaufte Häuser beschert. „poetry on the road“ ist eines der renommiertesten Poesiefestivals Europas und setzt auch in diesem Jahr wieder auf eine Mischung aus traditioneller und experimenteller Dichtkunst, auf die klassische Lesung, auf Performance und das Zusammenspiel von Poesie, Musik, Kunst, Video und Film. Das Festival wird offiziell und feierlich am Freitag, dem 9. Juni 2017, um 20 Uhr im Theater am Goetheplatz in Bremen eröffnet. Bereits am Mittwoch, dem 7. Juni, sowie am Donnerstag, 8. Juni, gibt es eine Reihe von Veranstaltungen vor der eigentlichen Eröffnungsgala im Bremer Theater.

Als die Hochschule Bremen und Radio Bremen vor 18 Jahren die Idee entwickelten, das Poesiefestival „poetry on the road“ in Bremen zu etablieren, stießen sie damit zunächst auf unverhohlene Skepsis. Sollte es in Bremen tatsächlich ein Publikum für Lyrik geben? Zahlreiche Förderer und Mäzene in Bremen ließen sich auf das Experiment ein und machten es möglich, dass schon im allerersten Jahr die Rechnung aufging.

Internationale Größen der Poesieszene, wie die Nobelpreisträgerin Herta Müller, Lars Gustafsson, Cees Nooteboom, Hans Magnus Enzensberger, Breyten Breytenbach, Les Murray, Oskar Pastior, Durs Grünbein, Christoph Meckel, Thomas Kling, Raoul Schrott, Adrian Mitchell, Ko Un, Paul Maar, Inger Christensen, Günter Kunert, Anne Waldmann, Bei Dao, Reiner Kunze, Adam Zagajewski, Eugen Gomringer, Gerhard Rühm, Christoph Hein, Volker Braun, Ernesto Cardenal, Wolf Biermann, Gioconda Belli und Juan Gelman - um nur einige der mittlerweile über 500 Gastautorinnen und -autoren der bisherigen Festivals zu erwähnen - haben inzwischen weltweit die Kunde verbreitet, dass in der Heimat der Stadtmusikanten auch Dichterstimmen mit einer außerordentlichen Publikumsresonanz rechnen können. Wenn zum Beispiel alljährlich zehn der internationalen Festivalgäste im Rahmen einer Matinee vor Schülerinnen und Schülern eines Bremer Gymnasiums aus ihren Werken vorlesen, dann sind nicht nur die 600 Jugendlichen davon begeistert, sondern auch die Vortragenden aus aller Welt.

Über die Jahre ist das Festival kontinuierlich gewachsen, lockt immer mehr Publikum, füllt neue Säle. Möglich war das nur, weil die Förderer und Freunde von „poetry on the road“ nie locker ließen, weder unter den üblichen Sparzwängen noch im Zeichen wirtschaftlicher Krisen.


veröffentlicht am 2017-05-10 14:03

 

 

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