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Erfolgreicher Start der Höhenforschungsrakete „AQUASONIC“ der Hochschule Bremen im schwedischen Kiruna

STERN-Programm des DLR zielt insbesondere auf die Nachwuchsförderung im Bereich Raketenantriebe / Trägersysteme ab
Erfolgreicher Start der Rakete „AQUASONIC“
Am Donnerstag, dem 14. April 2016, startete die Hochschule Bremen um 6 Uhr Ortszeit erfolgreich die erste von zwei Bremer Raketen, die sich derzeit auf einer gemeinsamen Startkampagne in Kiruna/Schweden befinden. Hierbei handelt es sich um die Höhenforschungsrakete „AQUASONIC“, die Studierende der Fachrichtung Luft- und Raumfahrttechnik im Institute of Aerospace Technology der Hochschule Bremen in den vergangenen dreieinhalb Jahren entwickelt und zusammengebaut hatten. Das Projekt steht im Zusammenhang mit dem Forschungsprogramm STERN (Studentische Experimental-Raketen) des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt). Das STERN-Programm zielt insbesondere auf die Nachwuchsförderung im Bereich Raketenantriebe / Trägersysteme ab und wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Es nehmen acht Hochschulen daran teil.
Erfolgreicher Start der Rakete „AQUASONIC“
Die „AQUASONIC“-Rakete mit einer Länge von 5,4 Metern und einem Gewicht von 75 Kilogramm erreichte nach vorläufiger Auswertung der Flugdaten eine Flughöhe von 6.500 Metern. Angetrieben wurde die Rakete von einem so genannten Hybridtriebwerk, das festes Polyethylen (PE) als Brennstoff und flüssiges Lachgas (N2O) als Oxidator nutzt. Das Triebwerk liefert 2300 Newton (ca. 230 kg) Schub für 16 Sekunden. Alle wichtigen Parameter der Flugbahn sowie Diagnosedaten wie Drücke, Temperaturen und Spannungen wurden von einem primären Bordcomputer aufgezeichnet und in Echtzeit über eine Funkstrecke zum Bodensegment übertragen. Als zusätzliche Nutzlast wurden Experimente der Firma Airbus Safran Launchers zum Thema Energieerzeugung mittels thermoelektrischer Generatoren transportiert.
Rollout
Zunächst galt es, nach einem Startabbruch Tage zuvor (8.4.) aufgrund technischer Schwierigkeiten mit dem Triebwerk das Problem in kürzester Zeit und zur vollen Zufriedenheit aller professionell zu lösen. Hier erwiesen sich die Kompetenz und die Qualität des gesamten Teams der Hochschule Bremen.

Der Start der AQUASONIC Rakete erfolgte auf dem Gelände des Raumfahrtzentrums ESRANGE in der Nähe von Kiruna in Schweden. Hier war das zehnköpfige Team der Hochschule Bremen neun Tage lang intensiv mit der Integration der Raketenkomponenten und den Tests aller Subsysteme beschäftigt. Mit dem erfolgreichen Start der Rakete wurden alle am Projekt beteiligten Teammitglieder für die intensive Arbeit während der dreieinhalbjährigen Projektlaufzeit belohnt. Alle aufgezeichneten Flugdaten entsprachen ersten Einschätzungen zufolge weitgehend den im Vorfeld rechnerisch und experimentell ermittelten Werten. Insbesondere dem eigens entwickelten Hybridtriebwerk ging eine lange Entwicklungszeit voran, bis man auf eine Flugversion zurückgreifen konnte, die den benötigten Schub sicher und reproduzierbar erzeugen konnte. Hierfür waren zahlreiche Triebwerksläufe auf dem DLR-Testgelände in Trauen bei Faßberg notwendig.


Hinweise für Redaktionen:
Unter: https://dataexchange.hs-bremen.de/exchange?g=xk6xa4zh sind bis zum 11. Mai 2016 ein Videoclip und fünf Fotos vom erfolgreichen Start der Rakete „AQUASONIC“ und dem „Rollout“ zum Herunterladen hinterlegt, die im Zusammenhang mit der Berichterstattung in den Medien kostenfrei verwendet werden dürfen. (Quelle: Institute of Aerospace Technology der Hochschule Bremen)

Für Rückfragen: Dipl.-Ing. Joachim Beyer, M.Eng., Hochschule Bremen, Institute of Aerospace Technology, joachim.beyer@hs-bremen.de

Das AQUASONIC-Team der Starkampagne in Kiruna und die Arbeitsschwerpunkte:

Projektleitung und -management:
Prof. Dr.-Ing. Uwe Apel, Hochschule Bremen, Institute of Aerospace Technology
Dipl.-Ing. Joachim Beyer, M.Eng., Wissenschaftlicher Mitarbeiter, dto.

Bordrechner, Bodenstation, Missionskontrolle:
Alexander Baumann, M.Sc. (Technischer Angestellter)

Triebwerk, Struktur:
Christian Dierken, M.Sc. (Technischer Angestellter)

Verrohrung, Betankungsanlage:
Martin Kruse, M.Sc. (Wissenschaftlicher Mitarbeiter)

Elektronik:
Sven Sinning, M.Sc. (Technischer Angestellter)

Telemetrie:
Peer Ulbig (studentische Hilfskraft)

Nutzlast:
Victor Doronkin B.Eng. (studentische Hilfskraft)

Pyrotechnik, Betankungsarme:
Sebastian Barth (studentische Hilfskraft)


veröffentlicht am 2016-04-14 11:29

 

 

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