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„Bremer Treffen zur Biodiversität der Pflanzen und der Pilze“ mit Themen zur Pflanzenartenvielfalt in der Ernährung und zum Landschaftswandel


v.l.n.r.: Sabrina Brumme, Jakob Katzenberger, Varinia Lietsch, Dietmar Zacharias und Birte Albrecht. - Fotos: Nathalie Groos
Mit rund 90 Gästen wieder gut besucht
Das diesjährige „Bremer Treffen zur Biodiversität der Pflanzen und der Pilze“ an der Hochschule Bremen rückte das Thema Pflanzenvielfalt und Ernährung in den Mittelpunkt. Prof. Dr. Dietmar Zacharias vom Internationalen Studiengang Technische und Angewandte Biologie (ISTAB), der die Veranstaltungsreihe konzipiert hat und jährlich organisiert, zeigte an konkreten Beispielen, wie sich das Thema „Biodiversität der Pflanzen“ in die Lehre einbauen lässt. Mit rund 90 Gästen war die Veranstaltung wieder gut besucht.
So notierten 27 Studierende während Zacharias‘ Seminars zur Angewandten Botanik, welche Pflanzenarten sie während der vierwöchigen Kursdauer verzehrt haben. Dass hier 172 verschiedene Arten zusammenkamen, die wiederum zu 57 Pflanzenfamilien gehören, machte mit persönlichem Bezug erfahrbar, mit welch großer biologischer Vielfalt die Pflanzenwelt unser Leben bereichert. Themen wie pflanzliche Inhaltsstoffe, Fragen der Ernährung und eine kritische Reflexion der Nahrungsmittelproduktion wecken das Interesse an biologischen und gesellschaftlich relevanten Themen gleichermaßen. Eine Vorab-Schätzung der Anzahl der verzehrten Pflanzenarten war Gegenstand eines Quiz. Als Preise gab es zwei Körbe mit pflanzenartenreichen Speisen und Getränken bestand.

ISTAB-Studierende präsentierten die Ergebnisse ihrer Abschlussarbeiten. Dabei sprach Sabrina Brumme über das Jakobs-Greiskraut, eine im Grünland auftretende Giftpflanze, über die aktuell - teilweise auch sehr emotional - vor dem Hintergrund von Tiergesundheit und Nutzungsproblemen bei der Bewirtschaftung diskutiert wird.
Jakob Katzenberger, in diesem Jahr für seine Bachelorarbeit über die Einflussgrößen auf den Bruterfolg von Wiesenvögeln im Bremer Grünlandgürtel mit dem Förderpreise Wissenschaft der Gregor Louisoder Umweltstiftung ausgezeichnet, berichtete, welche Tierarten die Krebsschere, eine gefährdete Pflanzenart der Bremer Grünlandgräben, bestäuben. Bei seinen Untersuchungen konnte er Insektenarten für Bremen bestätigen, die hier bisher vorher noch nicht nachgewiesen wurden.
Masterabsolventin Varinia Lietsch stellte ein Projekt vor, bei dem unter wissenschaftlicher Anleitung der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Dietmar Zacharias eine der artenreichsten und am meisten gefährdeten Wiesenflächen in Norddeutschland auf einem Hektar Fläche vollständig erfolgreich verpflanzt wurde und wie sich dies im Detail auf die Artenzusammensetzung ausgewirkt hat.
Die Veränderung der Moore im Gebiet Sager Meere bei Oldenburg war das Thema von Birte Albrecht, deren Masterarbeit auf dem akribischen Vergleich umfangreicher Daten zur Vegetation über mehr als 40 Jahre beruhte. Sie stellte dar, wie gesellschaftliche Veränderungen mit Einfluss auf die Landnutzung zu einem dramatischen Wandel der Landschaft führen können.
Die konstant hohen Teilnehmerzahlen am Bremer Treffen zur Biodiversität belegen, dass die jährlich stattfindende Veranstaltung zum Ort für den Gedankenaustausch von Wissenschaftlern, Studierenden und interessierten Bürgerinnen und Bürger geworden ist.
Ansprechpartner
Name Telefon E-Mail
Zacharias, Dietmar, Prof. Dr. +49 421 5905 4269  senden


veröffentlicht am 2015-06-09 10:03

 

 

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