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Hochschule Bremen legt Stellungnahme zum Wissenschaftsplan-Entwurf vor

Akademischer Senat wehrt sich einstimmig gegen Stellenabbau und Mittelkürzung
Einstimmung beschloss der Akademische Senat der Hochschule Bremen auf seiner Sitzung am 24. Juni 2014 die Stellungnahme zum Wissenschaftsplan-Entwurf 2020. Grundsätzlich werden darin die Vorlage eins Wissenschaftsplans sowie die meisten inhaltlichen Zielsetzungen begrüßt. Kritik entzündet sich jedoch an den geplanten Mittelkürzungen und dem Stellenabbau im Dienstleister-Bereich. Die Folge wäre der Wegfall jedes dritten Studienplatzes. „Mit dem neuen Wissenschaftsplan verabschiedet sich das Land Bremen von den eigenen bisherigen Zielsetzungen für die Hochschule Bremen. Mit diesen Rahmensetzungen und angesichts der seit Jahren bestehenden Unterfinanzierung können wir unsere Funktion für die Wirtschaftsentwicklung und Fachkräftesicherung in der Region, für mehr Bildungsgerechtigkeit sowie mehr Qualität in Studium und Lehre nicht in der geforderten Weise erfüllen. Der Grundhaushalt der Hochschule Bremen muss vielmehr im Interesse Bremens um 30 Prozent erhöht werden, um die anspruchsvollen Ziele des Wissenschaftsplans zu erreichen,“ bringt Rektorin Prof. Dr. Karin Luckey die Position der Hochschule Bremen auf den Punkt. Finanzielle Spielräume sieht Luckey unter anderem in der Übernahme der Länderanteile beim BAföG durch den Bund ab 2015.
Unzureichende Finanzierung: Wegfall jedes dritten Studienplatzes droht
Die ehrgeizigen Ziele des Wissenschaftsplans sieht der Akademische Senat im offenen Widerspruch zur der Hochschulen Bremen zugedachten finanziellen und personellen Ausstattung: die Anzahl der Professuren soll bis 2020 auf dem Niveau von 2014 festgeschrieben, die Dienstleisterstellen sollen um 20 Prozent abgebaut und die Zuschüsse nominal um 1,2 Mio. Euro reduziert werden - offene Risiken durch zu erwartende Kostensteigerungen bei Energie und Personal noch nicht eingerechnet. Die Folge wäre der Wegfall jedes dritten Studienplatzes – obwohl „Bremen alle Talente braucht“ (Koalitionsvertrag für die 18. Wahlperiode der Bremischen Bürgerschaft 2011 bis 2015, S. 72). „Vielmehr darf der Zugang zu akademischer Ausbildung nicht erschwert werden“, so Rektorin Karin Luckey.
Bildungsgerechtigkeit nicht ausbremsen
Wie kein anderer Hochschultyp bietet die Hochschule Bremen auch Personen ohne Abitur die Möglichkeit eines akademischen Studiums (Stichwort: Bildungsgerechtigkeit). „Bei einem Abbau der Studienplatz-Kapazitäten bliebe dieses Ziel auf der Strecke“, bringt Karin Luckey die Position der Hochschule Bremen auf den Punkt. „Bremen braucht Studienplätze, die zusätzliche Bildungschancen bieten.“
Fachkräfte für Bremen
Die Hochschule Bremen leistet dank ihrem internationalen und praxisorientierten Profil einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung sowie zur Regionalentwicklung und Innovationsförderung. Sie ist damit die natürliche Kooperationspartnerin für Unternehmen vor Ort. Diese Funktion müsse gestärkt werden, fordert die Hochschul-Rektorin. Unter Hinweis auf eine aktuelle regionalwirtschaftliche Studie unterstreicht Karin Luckey die positiven ökonomischen Effekte durch die Hochschule Bremen: „Wir verzeichnen vor allem eine hohe Verbleibe-Quote unserer Absolventinnen und Absolventen in Bremen, steuerliche Gewinne für das Land sowie einen aktiven Beitrag zum Wissens- und Technologietransfer.“
Hochschulentwicklung ist Stadtentwicklung
„In der Stadtentwicklung ist die Hochschule Bremen mit ihren vier Standorten ein Leuchtturm im dynamisch sich entwickelnden Stadtteil Neustadt“, betont Karin Luckey. „Vielfältige Kooperationen mit renommierten Unternehmen sowie Impulse für den Altersaufbau der Bevölkerung sind Ausdruck dessen. Diese Rolle muss durch den Wissenschaftsplan gestärkt werden.“
Mit weniger Geld kann die Hochschule Bremen nicht mehr leisten
„Angesichts einer laut Kultusministerkonferenz gleichbleibend hohen Nachfrage nach Studienplätzen bis mindestens 2025 (vgl. Pressemitteilung der KMK vom 8. Mai 2014) muss Bremen weiterhin investieren“, argumentiert Karin Luckey. „Einzig mit einem um 30 Prozent erhöhten und abgesicherten Grundhaushalt kann die Hochschule Bremen den in sie gesetzten Erwartungen gerecht werden. Daher fordern wir diese deutliche Aufstockung der Grundfinanzierung - auch mit Blick auf die Anforderungen des lebenslangen Lernens. Die Erhöhung des Bundesanteils an der Finanzierung des Wissenschaftssystems und die vollständige Übernahme der BAföG-Kosten durch den Bund schaffen zusätzliche und nachhaltige Handlungsspielräume, die vollständig dem Wissenschaftssystem verfügbar gemacht werden müssen.“


veröffentlicht am 2014-06-25 15:15

 

 

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