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Wissenschaftsplan-Entwurf 2020: Akademischer Senat der Hochschule Bremen fordert deutliche Erhöhung der Grundfinanzierung

Auf seiner Sitzung am 27. Mai 2014 forderte der Akademische Senat (AS) der Hochschule Bremen in einer Entschließung die Senatorin für Bildung und Wissenschaft sowie die politisch Verantwortlichen auf, „die Grundfinanzierung der Hochschule Bremen […] nachhaltig zu erhöhen.“ Der Entwurf zur Wissenschaftsplanung 2020 sei nicht geeignet, die Leistungsstärke für das Land Bremen zu erhalten und die Qualitätsentwicklung der Hochschule Bremen zu gewährleisten. Die vorgesehene Festlegung der staatlich finanzierten Lehrpersonalstellen würde zu einem erheblichen Abbau von Studienplätzen führen. Etwa jeder dritte Studienplatz wäre betroffen.

Rektorin Prof. Dr. Karin Luckey erinnert daran, dass die Rahmenplanungen des Landes Bremen für die Hochschule Bremen in den letzten Jahren einen kontinuierlichen Abbau der Professuren beinhaltete: „Der Hochschulgesamtplan (HGP) 4 sah noch 224 Vollzeit-Stellen für Lehrpersonal vor, im HGP 5 - gültig bis 2010 - waren es dann 179. Jetzt soll laut Wissenschaftsplan-Entwurf der Wert von 144,6 Professuren im Jahr 2013 bis 2020 konstant gehalten werden. Im selben Zeitraum sollen außerdem die Dienstleisterstellen von 199 auf 161,5 reduziert und der Bremer Zuschuss von 28,3 Mio. Euro (2013) auf 27,9 Mio. Euro zurückgefahren werden.“

Karin Luckey weist zum einen auf die Rahmenbedingungen hin: „Den beabsichtigten Studienplatzabbau mit rückläufigen Studierendenzahlen in Deutschland zu begründen wäre falsch: Die Kultusministerkonferenz (KMK) prognostiziert , dass die Anzahl der Studienanfängerinnen und -anfänger in dem Zeitraum von 2014 bis 2025 auf hohem Niveau verharrt. So werden bis zum Jahr 2019 Studienanfängerzahlen um 500.000 prognostiziert. Erst danach ist voraussichtlich mit einem allmählichen Rückgang auf 465.000 Studienanfängerinnen und -anfänger im Jahr 2025 zu rechnen (Anmerkung: vgl. Pressemitteilung der KMK vom 8. Mai 2014). Auch für Bremen bestätigen die KMK-Prognosen diesen Trend.“

Zum anderen erinnert die Hochschul-Rektorin an die zahlreichen qualitativen und inhaltlichen Erwartungen des Wissenschaftsplan-Entwurfes an die Hochschule Bremen: „Diesen Erwartungen können wir nur mit einer deutlich verbesserten Grundfinanzierung begegnen und einer Erhöhung der Studienplätze gerecht werden. Zusätzliche Mittel wie aus dem Hochschulpakt des Bundes und der Länder sind zeitlich begrenzt und können nur vorübergehend die zusätzlich notwendigen Erstsemesterplätze finanziell abfedern. Allein ein gesicherter Grundhaushalt ist die Basis für eine vorausschauende, verlässliche und nachhaltige Hochschulentwicklung, die den Interessen des Landes Bremen dient. Gelder zu kürzen und die Kapazitäten zu Lasten der Fachkräftesicherung abzubauen wäre also der völlig falsche Weg.“, so Prof. Dr. Karin Luckey abschließend.
Die AS-Entschließung der Hochschule Bremen vom 27. Mai 2014 im vollen Wortlaut:
„Der Akademische Senat der Hochschule Bremen fordert die Senatorin für Bildung und Wissenschaft des Landes Bremen und die politischen Verantwortlichen erneut auf: Die öffentliche Grundfinanzierung der Hochschule Bremen ist nachhaltig zu erhöhen. Der Entwurf der Wissenschaftsplanung 2020 ist nicht geeignet, ihre Leistungsstärke für das Land Bremen zu erhalten und ihre Qualitätssicherung zu gewährleisten. Die im Wissenschaftsplan vorgesehene Festlegung der staatlich finanzierten Lehrpersonalstellen würde zu einem erheblichen Abbau von Studienplätzen führen. Etwa jeder dritte Studienplatz würde entfallen.“


veröffentlicht am 2014-05-28 14:05

 

 

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