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Masterstudiengang Zukunftsfähige Energiesysteme: „Herausforderungen der Projektwoche haben sehr viel Spaß gemacht“

Masterstudiengang ist am Hochschulprojekt „Qualität im Fokus“ beteiligt
Der Masterstudiengang Zukunftsfähige Energiesysteme (ZES) ist am Hochschulprojekt „Qualität im Fokus“ beteiligt. Seit Beginn der Laufzeit vor zwei Jahren führt ZES in der Studieneingangsphase eine Orientierungswoche durch. Deren wesentliches Ziel ist es, die Studierenden von verschiedenen Hochschulen und mit unterschiedlichen Abschlussqualifikationen möglichst schnell auf das Master-Studium einzustimmen. Dies soll durch eine Kennlernphase mit vielen innovativen didaktischen Elementen und einer intensiven Projektarbeit mit anschließender Konferenz und dem Austausch der Neuen mit Lehrenden, Studierenden und Ehemaligen gelingen.

Der nachstehende Originalbericht der Teilnehmerin Julia Granetzk (Studentin ZES, 1. Semester, 24 Jahre) vermittelt einen anschaulichen und lebendigen Eindruck von der ZES-Einführungsphase:


Kurzbericht: Projektwoche als Chance interdisziplinär zusammenzuwachsen

Zum Beginn unseres Masterstudiums der Zukunftsfähigen Energiesysteme (ZES) wurden wir, etwa 20 Studentinnen und Studenten, zu einer offiziellen Begrüßung von unserer Studiengangsleiterin Prof. Dr. -Ing Silke Eckardt eingeladen. Aufgrund der Erstsemester-Infos wussten wir bereits, dass die Begrüßung im Rahmen einer Projektwoche stattfinden wird. Die Erwartungen und Gefühlen aller waren sehr gemischt.

Der Zeitplan der Woche war für viele zunächst erschreckend, da er eine ganztägige Planung (von 9 bis 17 Uhr) für die gesamte Woche auswies. Das einleitende persönliche Kennenlernen zeigte sehr schnell die Vielfalt unserer, ganz unterschiedlichen Eingangsqualifikationen. Sehr bald formulierten sich Fragen nach unseren Gemeinsamkeiten.

Wie soll das Studium so interdisziplinär funktionieren? Das wechselseitige Vorstellen unserer wissenschaftlichen Schwerpunkte - teilweise anhand unserer Bachelorthesen und teilweise anhand unserer bisherigen, beruflichen Erfahrungen - hat gezeigt, dass uns das gemeinsame Interesse an den erneuerbaren Energien verbindet. Ergänzend konnten wir unsere Erwartungen, Wünsche und Zielvorstellungen an das Studium der Zukunftsfähigen Energiesysteme nennen. Den genannten Zielvorstellungen hat unsere Studiengangsleitung die curricularen Ziele gegenübergestellt. So wussten wir quasi von Anfang an, auf was wir uns im Masterstudium einlassen und was uns erwarten wird.

Sowohl im Modulhandbuch als auch beim wechselseitigen Vorstellen konnten wir bereits vier große Themenschwerpunkte identifizieren. In Anlehnung an diese Themenschwerpunkte haben wir entsprechende Arbeitsgruppen gebildet. Innerhalb dieser Gruppen haben wir dann unsere individuelle Qualifizierung für dieses Masterstudium und unsere Wissensschwerpunkte aufgezeigt. So kennen wir bereits jetzt zu Beginn des Studiums auch Kommilitonen aus anderen Themenschwerpunkten als Ansprechpartner zu deren Fachthemen. Das ist einfach großartig, stärkt das Selbstbewusstsein und wirkt im Allgemeinen beruhigend für den Start in das Studium. Besonders beeindruckend war, dass wir (20 Kommilitonen) wirklich alle Themenschwerpunkte abdecken konnten und darüber hinaus noch mehr Fachkompetenz bereitsteht.

So endete unser erster Tag mit einem großen „Wow“, dem Ausruf des Staunens, der Überraschung und der Freude. Vorweggenommen hat dieses Gefühl die ganze Projektwoche über angehalten und diese mit bestimmt.

Wie sich bereits am zweiten Tag herausstellte, war der Vortag eine gute Vorbereitung auf das eigentliche Projekt „Morbach - Energielandschaft“. Das Konzept der Energielandschaft Morbach sollte während der Projektwoche eigenverantwortlich derart aufbereitet werden, dass es am letzten Tag im Rahmen einer Konferenz mit dem Thema: „Das Konzept der Energielandschaft Morbach - auch für Ihre Kommune“ attraktiv vorgestellt werden konnte. Bei der Bearbeitung des Projektes standen uns neben ehemaligen ZES-Studenten auch Hochschullehrende beiseite. So hat uns beispielsweise Frau Dr. Sabine Rauchmann von der Universitätsbibliothek eine Einführung in die Literaturrecherche gegeben.

Die Selbstorganisation über die gesamte Dauer des Projekts war überaus förderlich für den Gruppenzusammenhalt. Auch wenn es anfangs so schien, als hätte man mit anderen Kommilitonen wenig gemeinsam, lassen sich nach dieser Projektwoche mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede finden.

Zum Abschluss unserer Projektwoche haben wir als Gruppe und vor allem als Experten der Energielandschaft Morbach im Rahmen einer Konferenz einen einstündigen Fachvortrag, der alle Facetten der Energielandschaft beleuchtete, vorgetragen. Zu dieser Konferenz wurden Experten und Expertinnen eingeladen. Das diese "Experten" nur fiktive Persönlichkeiten waren, war uns zuerst nicht bewusst. So waren wir nach unserem Fachvortrag einem regelrechten "Kreuzfeuer" ausgesetzt, dem wir uns aber aufgrund unseres angeeigneten Wissens hervorragend stellen konnten. Die Simulation der Wichtigkeit des Projektes und die Möglichkeit vor hochrangigem Publikum zu referieren, waren sehr positive Erlebnisse für uns. Das Projekt „Morbach - Energielandschaft“ war für uns ein für die Orientierung förderliches und didaktisch gutes Mittel, um auch die Ziele und Teilschwerpunkte des Studiums und des späteren Alltags im Beruf zu veranschaulichen. Wer bereits zu diesem Zeitpunkt zweifelt, dass die Studieninhalte sich nicht mit den eigenen Zielvorstellungen decken könnten, sollte sich evtl. anderweitig orientieren.

Alles in allem haben uns die Herausforderungen der Projektwoche sehr viel Spaß gemacht. Die Projektwoche hat zudem gezeigt, dass wir nur im Team zum gewünschten Erfolg kommen und dass Gruppenarbeit im Vergleich zum autonomen Arbeiten sehr viel effektiver ist. Wir beginnen unser Masterstudium jetzt mit einem guten Basiswissen und der Kenntnis von vielen unterschiedlichen Experten unter uns. Zudem empfehlen wir allen anderen Studiengängen, ähnlich unserer Projektwoche, fachspezifische Themen mit Studienstart vorab zu behandeln und so als Team zusammenzuwachsen.


Hinweise für Redaktionen:
Für Rückfragen zum Masterstudiengang Zukunftsfähige Energiesysteme und zur ZES-Orientierungswoche: Prof. Dr. Silke Eckardt, Hochschule Bremen, Fakultät Elektrotechnik und Informatik, 0421-5905 3427, silke.eckardt@hs-bremen.de.

Informationen über den Masterstudiengang Zukunftsfähige Energiesysteme unter:


veröffentlicht am 09. April 2014

 

 

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