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Hochschule Bremen - University of Applied Sciences

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Zwei Antrittsvorlesungen in der Fakultät Gesellschaftswissenschaften

Themen: „Der fragile Körper - Der Körper als Verbindung zwischen Individuum und Gesellschaft“
„Politische Mitte und Rechtsextremismus - Anmerkungen zu einigen Paradoxien in der ,Bekämpfung‘ des Rechtsextremismus“
Auf einer gemeinsamen Veranstaltung am 29. Januar 2014 hielten in der Fakultät Gesellschaftswissenschaften Prof. Dr. Marianne Hirschberg und Prof. Dr. Heinz Lynen von Berg ihre Antrittsvorlesungen. Marianne Hirschberg widmete sich dem Thema „Der fragile Körper - Der Körper als Verbindung zwischen Individuum und Gesellschaft“. Prof. Dr. Heinz Lynen von Berg referierte über die „Politische Mitte und Rechtsextremismus - Anmerkungen zu einigen Paradoxien in der Bekämpfung des Rechtsextremismus“. Die Laudationes hielten Dekan Prof. Dr. Heinz Janßen und Prodekan Prof. Dr. Winfried Osthorst. Rund 60 Gäste - darunter auch auffallend viele Externe - sorgten für einen würdigen Rahmen der gelungenen Feierstunde.

In ihrem Vortrag führte Prof. Dr. Marianne Hirschberg aus, dass gemäß den Überlegungen zum Konzept des fragilen Körpers jeder Körper als potentiell fragil zu begreifen sei - egal, ob die betreffende Person eine chronische Erkrankung, psychische Störung oder Behinderung hat oder nicht. Diese ethische Perspektive hat Konsequenzen für die Selbstwahrnehmung, aber auch für die Soziale Arbeit oder das Gesundheitsversorgungssystem.

Prof. Dr. Heinz Lynen von Berg behandelte die zentralen Bearbeitungsstrategien des Rechtsextremismus aus politikwissenschaftlicher und soziologischer Perspektive. Er machte zunächst anhand der staatlichen und parteipolitischen Bekämpfung des Rechtsextremismus auf einige strukturelle Defizite in der Bearbeitung des Rechtsextremismus aufmerksam. Einen Schwerpunkt legte er auf de zivilgesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus. Dabei skizzierte er zunächst die konzeptionellen Grundlagen des zivilgesellschaftlichen Ansatzes, um auch die damit einhergehenden problematischen Implikationen für die praktische Bearbeitung des Rechtsextremismus zu beleuchten. Nachdem Heinz Lynen von Berg markante Paradoxien der einzelnen Bearbeitungsstrategien herausgestellt hatte, machte er auf die Bedeutung der Sozialen Arbeit für die Bearbeitung des Rechtsextremismus aufmerksam. Er konnte dabei deutlich machen, wie politische Diskurse auf der Makroebene eine prägende Wirkung auf die praktische Sozialarbeit haben und dabei eine fachliche Bearbeitung behindern können.


veröffentlicht am 30. Januar 2014

 

 

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