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Bremer Schiffbaustudentin gewinnt ersten Platz mit Bachelorarbeit

Untersuchung über Zusammenhang zwischen Neigungswinkel von Kreuzfahrtschiffen und Evakuierungszeiten

Ergebnisse können zur Erhöhung der Sicherheit auf Kreuzfahrtschiffen beitragen
Auf dem diesjährigen „Students meet Industry“ Sprechtag der Schiffbautechnischen Gesellschaft (STG) in Flensburg stellte Jorinna Gunkel, Absolventin des Studiengangs „Schiffbau und Meerestechnik im Praxisverbund“, für die Hochschule Bremen die Ergebnisse ihrer Abschlussarbeit vor und konnte mit ihrem Vortrag den ersten Platz erzielen. Sie überzeugte die Jury mit ihrer Bachelorthesis unter dem Titel: „Der Einfluss statischer Krängungswinkel auf die Evakuierungszeit von Kreuzfahrtschiffen“. In ihrer Arbeit, die in Zusammenarbeit mit der Meyer Werft in Papenburg entstanden war, untersuchte die ehemalige Bremer Studentin die Auswirkungen der Schiffskrängung - also einer seitlichen Neigung des Schiffes - auf das Verhalten der Passagiere im Evakuierungsfall. Für den Evakuierungsfall ist Krängung ein nicht zu vernachlässigender Einflussfaktor, der jedoch bisher in Vorschriften nicht explizit berücksichtigt wird. Im Rahmen von Simulationsrechnungen konnte Frau Gunkel die Auswirkung der Krängung auf die Evakuierungszeit bestimmen. Durch die Arbeit konnte gezeigt werden, dass Schiffskrängung zu einem annähernd exponentiellen Anstieg der Evakuierungszeit führt. So kann es bei Krängungswinkeln von mehr als zehn Grad zu massiven Beeinträchtigungen bei der Evakuierung kommen, während bei kleinen Neigungswinkeln nur geringfügige Ablaufstörungen bei der Evakuierung zu erwarten sind. Dieser Effekt konnte sowohl für kleine als auch große Kreuzfahrtschiffe nachgewiesen werden. Die im Rahmen dieser Arbeit gewonnenen Erkenntnisse werden im Rahmen von zukünftigen Vorschriftenentwicklungen diskutiert und können somit zu einer Erhöhung der Sicherheit auf Kreuzfahrtschiffen beitragen.

An dem Wettbewerb beteiligten sich Studierende der Fachrichtungen Schiffbau und Meerestechnik sowie Schiffsbetriebstechnik der Universitäten und Hochschulen Berlin, Bremen, Duisburg, Flensburg, Hamburg, Kiel, Leer und Rostock. Die besten Bachelor-, Master und Diplomarbeiten wurden auf dem Fachkongress einem interessierten Publikum aus Studierenden sowie Vertreterinnen und Vertretern Hochschulen und der maritimen Industrie vorgestellt. Eine Fachjury bewertete die Abschlussarbeiten und Vorträge nach qualitativen Gesichtspunkten und wissenschaftlichem Anspruch. Auf Grund von Gleichwertigkeit gab es in diesem Jahr zwei erste Plätze: Fabian Beu von der Universität Rostock wurde für seine Untersuchungen über „Numerische Untersuchungen zur Bestimmung des maximalen Lastaufnahmevermögens von Schiffsquerschnitten“ ebenfalls mit einem ersten Platz ausgezeichnet.

Jorinna Gunkel studierte bis März 2013 im Bachelor-Studiengang „Schiffbau und Meerestechnik im Praxisverbund“ an der Hochschule Bremen. Dieser sehr erfolgreiche Studiengang wird in Kooperation mit Unternehmen aus dem maritimen Bereich angeboten und bietet den Studierenden neben einer praktischen Ausbildung den Erwerb eines Abschlusses als Bachelor of Engineering (B.Eng.) in Schiffbau und Meerestechnik. An der Hochschule Bremen studieren zur Zeit ca. 250 Studierende in der Fachrichtung Schiffbau und Meerestechnik. Damit ist die Hochschule Bremen auch weiterhin die größte Ausbildungsstätte für Schiffbauingenieurinnen und -ingenieure in Deutschland und darüber hinaus die einzige, die ein Studium im Praxisverbund anbietet.
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veröffentlicht am 2013-11-18 11:49

 

 

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