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Doktorandin forscht in Schwerelosigkeit, Mitarbeit an einem modular aufgebauten biogenerativen Lebenserhaltungssystem im Weltraum

Franziska Bleeke hält sich mit einer Hand an dem Teil des Racks fest, in dem der Reaktorverbaut ist, und versucht, die Probenentnahme zu verfolgen. Dies war gar nicht so einfach. Foto: Markus Braun (DLR)
Um in der Schwerelosigkeit zu forschen, ist nicht immer ein Aufenthalt im All erforderlich. Für Franziska Bleeke, die als Doktorandin der Hochschule Bremen über einen Bioalgenreaktor forscht, der als Teil eines modular aufgebauten biogenerativen Lebenserhaltungssystems im Weltraum eingesetzt werden soll, kam die Teilnahme an der 23. DLR-Parabelflugkampagne für Forschung in Schwerelosigkeit (DLR: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) im September (2. bis 14.9.2013) in Bordeaux gerade recht, die die Europäische Raumfahrtbehörde zwei bis drei Mal im Jahr anbietet.

Im Kern geht es bei ihrer Doktorarbeit, die die 28-Jährige seit vergangenem Jahr bei Prof. Dr. Gerd Klöck im Projekt ModuLES anfertigt, um phytosynthetische Mikroorganismen, die durch die Produktion von Sauerstoff (O2) und die Fixierung von Kohlendioxid (CO2) einen wertvollen Beitrag in einem Lebenserhaltungssystem leisten können. Darüber hinaus kann der in Form von Algenbiomasse fixierte Kohlenstoff, als direkte oder indirekte Nahrungsquelle dienen - zum Beispiel auf Langstrecken-Missionen wie zum Mars. „Im Rahmen der Parabelflugkampagne untersuchen wir sowohl den Einfluss der Schwerelosigkeit auf die Physiologie der Mikroalge 'Chlamydomonas reinhardtii' als auch die Funktionalität des im Rahmen von ModuLES entwickelten Bioreaktors“, so Franziska Bleeke, die 2015 die Promotion abschließen möchte. ModuLES steht für „Modulares Lebenserhaltungs- und Energiesystem“.
Franziska Bleeke (im Vordergrund) mit Siv Herbrig von der Ruhruniversität Bochum (Projektpartner) beim Überprüfen der Sensordaten am Laptop. Der Controller, der am Rack befestigt ist, dient zur Probenahme. Bei Knopfdruck (grüner Knopf) wird eine definierte Menge an Algensuspension aus dem Reaktor entnommen, fixiert und kann später untersucht werden. Foto: Markus Braun (DLR)
Bei dem Parabel-Flugmanöver steigt ein ziviler Airbus A300 ZERO-G aus dem horizontalen Flug steil nach oben bis auf eine Höhe von 7.000 bis 8.500 Metern, drosselt die Schubkraft der Turbinen und fliegt dabei eine Parabel, bei der für etwa 22 Sekunden Schwerelosigkeit herrscht. „Insgesamt standen uns an vier Flugtagen mit jeweils 31 Parabeln etwa 45 Minuten Schwerelosigkeit - im Wechsel mit normaler und doppelter Erdbeschleunigung - zur Verfügung, die wir für Experimente nutzen konnten,“ erklärt die Promovendin.

Vor ihrer Promotion absolvierte Franziska Bleeke an der Hochschule Bremen den Internationalen Bachelor- und den Masterstudiengang Technische und Angewandte Biologie.


Hinweise für Redaktionen:
Unter: https://dataexchange.hs-bremen.de/exchange?g=8lb9x8 sind bis zum 23. Oktober 2013 Fotos vom Parabelflug zum Herunterladen hinterlegt, die im Zusammenhang mit der Berichterstattung in den Medien kostenfrei verwendet werden dürfen. Alle Fotos: Markus Braun (DLR):
Bild 1: Franziska Bleeke (im Vordergrund) mit Siv Herbrig von der Ruhruniversität Bochum (Projektpartner) beim Überprüfen der Sensordaten am Laptop. Der Controller, der am Rack befestigt ist, dient zur Probenahme. Bei Knopfdruck (grüner Knopf) wird eine definierte Menge an Algensuspension aus dem Reaktor entnommen, fixiert und kann später untersucht werden.
Bild 2: Franziska Bleeke hält sich mit einer Hand an dem Teil des Racks fest, in dem der Reaktorverbaut ist, und versucht, die Probenentnahme zu verfolgen. Dies war gar nicht so einfach.
Bild 3: Das Foto zeigt die gesamte Truppe bestehend aus verschiedenen Forschungsgruppen des vierten Flugtages vor dem Airbus ZERO-G.
Für Rückfragen steht Franziska Bleeke gern zur Verfügung: 0421-5905 2921, franziska.bleeke@hs-bremen.de.

Weitere Informationen über das Projekt ModuLES:


veröffentlicht am 27. September 2013

 

 

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