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Hochschule Bremen - University of Applied Sciences

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China-Wochen und China-Aktivitäten der Hochschule Bremen

Die Hochschule Bremen erhielt die Förderung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) für zahlreiche China-bezogene Aktivitäten im SS 2010 im Rahmen der bundesweiten China-Wochen 2010. Diese sind ein Highlight des „Deutsch-Chinesischen Jahres der Wissenschaft und Bildung 2009/2010“ und ein wichtiger Baustein für den Ausbau der deutsch-chinesischen Hochschulkooperation.
Am 20.04.2010 eröffnete Herr Senator e.h. Henning Melchers die China-Wochen an der Hochschule Bremen mit der Einführung in die Ringvorlesung „Shanghai – Stadt über dem Meer – von den ersten Begegnungen mit dem Westen bis zur Weltausstellung 2010“. Vor vollem Haus berichtete er am Beispiel des Bremer Handelshauses Melchers, das seit mehr als 150 Jahren in China präsent ist, berichtete über die Entwicklung der chinesischen Metropole und die Handelsbeziehungen zum Westen. Im Rahmen der AWS Lecture Series befasste sich der Vortrag „Wie wird Wirtschaftspolitik in China gemacht?“ mit der aktuellen chinesischen Wirtschaftspolitik. An zahlreichen Beispielen (u.a. das Konjunkturprogramm 2008, die Infrastrukturplanung, das Gesundheitswesen) zeigte der Trierer Politikprofessor Sebastian Heilmann die Gleichzeitigkeit von zentraler Planung und lokalem Experimentieren als „Erfolgsrezept“ Chinas, das sogar Lösungen für westliche Volkswirtschaften bieten könnte.
Weitere Abende im Rahmen der Ringvorlesung zu Shanghai sind (jeweils 18:30 Uhr, Raum A 201, Werderstr. 73, Eingang Werderstraße).
18.05.2010
Dr. Ursula Krechel "Lesung - Shanghai fern von wo. Roman. Jung und Jung Verlag, Salzburg 2008". Die Schriftstellerin und Philologin widmet sich dem jüdischen Exil in Shanghai in der Zeit des Nationalsozialismus. Damit öffnet sie uns ein Kapitel der Geschichte Shanghais, das zwar zeitlich und räumlich eher unbedeutend ist, jedoch Beleg ist für die überragende Offenheit und globalen Potentiale dieser Stadt. Zur Wahl ihres Romanthemas sagt Frau Krechel in einem Interview: „Ich bin 1980 zum ersten Mal nach Shanghai gekommen. Die Stadt war mit einem grauen Mehltau von Sozialismus bestäubt, dazwischen rote Fahnen, aber man sah eben noch sehr viel von dieser heruntergekommenen kolonialen Pracht. Da war mir klar: Wenn ich über Shanghai schreiben würde – das wollte ich ganz unbedingt, und ich wollte auch zurückkommen–, dann schreibe ich nicht aus meinem Blick von 1980, sondern möchte eben den Blick noch einmal fremd machen. Ich wusste ja schon damals, dass es Emigranten dort gab. Damit hatte ich mich beschäftigt, und das schien mir viel interessanter als mein eigener Blick.“ Für ihre „große Prosa“, „ihren lebendigen wie anrührenden Roman“ hat Frau Krechel mehrere Literaturpreise erhalten.
25.05.2010
Dr. Renate Krieg "Altern in Shanghai". Die Sinologin hat selbst viele Jahre in Shanghai gelebt und sich seit langem wissenschaftlich und publizistisch mit diesem Thema auseinandergesetzt. Wie wirken sich Chinas sozialer und demographischer Wandel auf das Leben der älteren Bevölkerung der chinesischen Metropole aus? Welche Vorkehrungen treffen Staat und Gesellschaft?
15.06.2010
Podiumsdiskussion "Arbeiten in Shanghai" mit Zeitzeugen aus mehreren Jahrzehnten. Einen Bogen spannen über die vergangenen fünf Jahrzehnte wollen ehemalige und heutige Inhaber und Mitarbeiter von deutscher Unternehmen. Sie berichten über ihre Arbeit im Shanghai der 1960/70er Jahre, der 1980/90er Jahre und im heutigen Shanghai. Unter gemeinsamen Fragestellungen lassen sie uns den tiefgreifenden und rasanten Wandel im Shanghaier Geschäftsleben hautnah erleben. War es in den 1980er Jahren noch von (über)lebenswichtig, trinkfest zu sein, muss die ausländische Geschäftsfrau heute ihr Interesse gegenüber global versierten chinesischen Partnern selbstbewusst und fundiert vertreten. Geblieben ist die Bedeutung von Beziehungspflege und Vertrauen, deren Basis sich allerdings verändert hat.
Das China-Forum (21.5.2010) für die Wirtschaft Bremens und Umgebung betrachtet im Rahmen des am gleichen Tag stattfindenden AWS-Forums „Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen (CSR)“. Referenten sind Unternehmensvertreter und Alumni der Hochschule. Im Rahmen der Open University hält die Professorin für Wirtschaft und Gesellschaft Chinas Monika Schädler am 19.5.2010 einen Vortrag zu CSR deutscher Unternehmen in China.
Der Workshop (8.6.2010) „Campuskulturen: Lehr- und Lernstile Deutschland und China im Vergleich“ richtet sich an Studierende, Hochschullehrer und Mitarbeiter aus allen Fakultäten; Organisatoren des Workshops sind das Zentrum für Interkulturelles Management und das International Office, Hochschule Bremen, unter Beteiligung der Partneruniversität East China Normal University, Shanghai.
Die China-Wochen an der Hochschule Bremen spiegeln das starke Chinaengagement der Hochschule wider. So bildet der Studiengang Angewandte Wirtschaftssprachen & Unternehmensführung China (www.aws.hs-bremen.de) seit mehr als zwei Jahrzehnten Wirtschaftssinologen aus und begründete damit diese neue interdisziplinäre Ausrichtung in Deutschland. Erneuter Vorreiter ist die Hochschule mit dem neuen Studiengang „Industrial Management & Engineering China“, der 2011 erstmals Studierende der Ingenieurwissenschaften ins Praktikum nach China schickt. Programme für Studierende aus chinesischen Partneruniversitäten stärken den Austausch. Die China-Forschung an der Hochschule ist im East Asian Management Research Institute (www.eamri.hs-bremen.de) verankert. Ihren Schwerpunkt China verdeutlicht die Hochschule mit ihrer aktiven Beteiligung an der Expo 2010 in Shanghai. Am Bremen-Stand auf der Urban Best Practice Area zeigt sie in der Dauerausstellung beispielhaft Ergebnisse der Bionik-Forschung an der Hochschule. Vom 20.9.-8.10. präsentieren Studierende, Mitarbeiter, Professoren und die Rektorin gemeinsam mit der Shanghaier Partneruniversität eine Vielfalt von Forschungsergebnissen und den Reichtum ihrer Internationalität.

Links zu Presseberichten:
Aktuelle Informationen zu den China-Wochen im Sommersemester 2010 entnehmen Sie bitte der Website
www.china-wochen.hs-bremen.de

veröffentlicht am 11. Mai 2010

 

 

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