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Ein Drittel aller Studierenden haben einen internationalen Hintergrund – Diversity Management an der Hochschule Bremen

15. Oktober 2009 - „Internationalität“ ist derzeit eine wichtige Vokabel, wenn es um deutsche Hochschulen geht und bereits seit langem ein profilbildendes Markenzeichen der Hochschule Bremen: Immerhin studieren hier insgesamt 17 % ausländische Studierende, entweder als Gaststudierende oder im Vollzeitstudium. Nun wollte die Hochschule wissen, wie international ihr Campus tatsächlich ist. Dazu wurde erstmals eine umfangreiche Untersuchung durchgeführt, um zusätzlich zu den internationalen Studierenden noch die Gruppe der Studierenden zu erfassen, die im Ausland geboren, aber inzwischen eingebürgert sind. Dabei kommt man auf eine Quote von insgesamt 26 %. Nicht erfasst werden konnten die Migrantinnen und Migranten der zweiten Generation, die bereits die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen und auch hier geboren und aufgewachsen sind. Diese Gruppe kann nur geschätzt werden, so dass das International Office von mindestens einem Drittel aller Studierenden an der Hochschule Bremen ausgeht, die ihre kulturellen Wurzeln zumindest teilweise im Ausland haben.

Diese Zahlen sind ein weiteres Argument für die derzeitigen Bestrebungen der Hochschule, den Umgang mit Internationalität zu überdenken und die Betreuungskonzepte neu auszurichten. „Gezielte Service- und Betreuungsangebote sollen zukünftig nicht ausschließlich auf die internationalen Austauschstudierenden, sondern vielmehr auf alle Studierenden mit spezifischem Bedarf ausgerichtet werden. Sie sollen sowohl ausländische als auch deutsche Studierende ansprechen und so die „Internationalisation at home“ mit dem Ziel einer interkulturellen Hochschulkultur Fördern“, sagt Dr. Heike Tauerschmidt, Leiterin des Internationalen Office der Hochschule Bremen.

Das Ziel des International Office ist es, Strategien für das Miteinander auf einem zunehmend multikulturellen Campus zu entwickeln und die Bedürfnisse der Studierenden differenzierter zu erfassen. Die üblicherweise bisher vorgenommene Unterscheidung in ausländische und deutsche Studierende wird für die Hochschule daher zunehmend weniger relevant, zumal dabei die Gruppe der Studierenden mit Migrationshintergrund dabei nicht berücksichtigt wird.

Mit diesem Ansatz verpflichtet sich die Hochschule Bremen, die kürzlich auch die Charta der Vielfalt mit unterschrieben hat, der Strategie des Diversity Management: Andersartigkeit und Fremdheit wird nicht länger als ein Problem angesehen, das man durch eine möglichst reibungslose Anpassung an den „Mainstream“ zu lösen versucht. Vielmehr wird kulturelle Vielfalt als eine Ressource betrachtet, die wertgeschätzt und gefördert werden soll, um im Umgang mit unterschiedlichen Lern- und Arbeitskulturen zu einer größeren Produktivität, Kreativität und einem intensiveren Austausch zu gelangen. Hierbei geht es vor allem darum, den vorhandenen interkulturellen Erfahrungsschatz der Studierenden zu identifizieren, zu fördern und auch zielgerichtet zu nutzen als eine wertvolle Lernerfahrung und Bereicherung für alle Studierenden und damit deren Vorbereitung für den globalen Arbeitsmarkt.


Weitere Informationen:
Dr. Heike Tauerschmidt
Hochschule Bremen
International Office
Neustadtswall 30
28199 Bremen

Dr. Kathrin Prümm
Hochschule Bremen
Zentrum für Public Management
Werderstr. 73
28199 Bremen

 

 

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