Offizielle Inbetriebnahme des Schiffsführungssimulators „Brücke B“ an der Hochschule Bremen, Fachrichtung Nautik
Seit Beginn des Wintersemesters 2008/2009 ist der zweite Schiffsführungssimulator (Brücke B, Sichtfeld 270°) in der Fachrichtung Nautik an der Hochschule Bremen, Standort Werderstraße 73, in Betrieb. Er ergänzt die vorhandene Brücke A (Sichtfeld 270°, Inbetriebnahme Herbst 2004), die gleichfalls vom Bremer Unternehmen Rheinmetall erworben wurde. Am 14. November wurde die Anlage im Beisein von Hochschul-Rektorin Prof. Dr. Karin Luckey, Ulrich Sasse (Rheinmetall), Thorsten Mackenthun (Bremer Rhederverein) und Max Johns (Verband Deutscher Reeder) offiziell in Betrieb genommen. Die Erweiterung der Ausbildungskapazitäten wurde durch die stark gestiegene Anzahl an Nautik-Studierenden sowie den zunehmenden Bedarf an weiteren Qualifizierungsmaßnahmen - unter anderem für Lotsen - erforderlich. Zur Finanzierung leisten neben der öffentlichen Hand auch die Reedereien einen erheblichen Beitrag. Zu den Gästen der Veranstaltung zählten außerdem die ehemaligen Dekane Prof. Kapt. Christof Marcus und Prof. Kapt. Volker Biere.
Entwickler und Hersteller des Simulators vom Typ ANS 5000professional ist das in Bremen ansässige Unternehmen Rheinmetall. Die Kooperation zwischen Hochschule und Rheinmetall basiert auf einen 2004 geschlossenen Vertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Nicht nur für das Intensivtraining und die Qualitätsausbildung der nautischen Berufe leistet der Simulator wertvolle Unterstützung. Er kann für die Unterweisung von Lotsen, Forschungsprojekte oder gutachterliche Tätigkeiten ebenso eingesetzt werden, wie zur Untersuchung geplanter Hafenanlagen auf Funktionalität - bevor überhaupt der erste Spatenstich gesetzt ist.
Wie die bereits vorhandene Anlage (Brücke A) bietet auch die neue Brücke B pro Jahr Schulungskapazitäten für rund 60 Studenten und für bis zu 300 Lotsen. Der Simulator dient zum einen der Intensivausbildung der Studenten in der Schiffsführung. Jeweils zwei Studierende werden gemäß STCW (Standards of Training, Certification and Watchkeeping)-Vorgabe im Umfang von 4 Semester-Wochenstunden geschult. Während dieses einwöchigen Trainings werden Grundprinzipien des Brückenwachdienstes, die Anwendung der Ausweichregeln, Grundzüge des Manövrierens in engen Gewässern sowie Anker- und Hafenmanöver mit verschiedenen Fahrzeugen vermittelt. Im Rahmen der Weiterbildung werden Lotsen-Aspiranten, Trainees,.Jung-Lotsen, Hafenlotsen und Fluss-Lotsen in Zusammenarbeit mit den Lotsenbrüderschaften Nord-Ostsee-Kanal 1, Hamburger Hafen und Elbe geschult.
Als Schiffsmodelle stehen unterschiedlichste Containerschiffe, Tanker, Fahrgastschiffe, Schlepper und Binnenschiffe zur Auswahl (ca. 100). Mit dem jetzigen System können Ausbildungsgänge und Übungen in ca. 50 unterschiedlichen Seegebieten durchgeführt werden. Weitere Schiffsmodelle, aber auch See- und Hafengebiete, können je nach Bedarf selbst erstellt werden.
Für den technischen und personellen Ausbau der Fachrichtung Nautik an der Hochschule Bremen fließt neben staatlichem auch privates Geld. So erhält die Hochschule Bremen drei Jahre lang jährlich 250.000 Euro aus Mitteln des Verbandes Deutscher Reeder, vom Bremer Rhederverein sind es 325.000 Euro. Hinzu kommen 250.000 Euro des Landes Hamburg für die Hochschule Bremen. Weitere Gelder fließen aus Mitteln des Hochschulpaktes.
Wie die bereits vorhandene Anlage (Brücke A) bietet auch die neue Brücke B pro Jahr Schulungskapazitäten für rund 60 Studenten und für bis zu 300 Lotsen. Der Simulator dient zum einen der Intensivausbildung der Studenten in der Schiffsführung. Jeweils zwei Studierende werden gemäß STCW (Standards of Training, Certification and Watchkeeping)-Vorgabe im Umfang von 4 Semester-Wochenstunden geschult. Während dieses einwöchigen Trainings werden Grundprinzipien des Brückenwachdienstes, die Anwendung der Ausweichregeln, Grundzüge des Manövrierens in engen Gewässern sowie Anker- und Hafenmanöver mit verschiedenen Fahrzeugen vermittelt. Im Rahmen der Weiterbildung werden Lotsen-Aspiranten, Trainees,.Jung-Lotsen, Hafenlotsen und Fluss-Lotsen in Zusammenarbeit mit den Lotsenbrüderschaften Nord-Ostsee-Kanal 1, Hamburger Hafen und Elbe geschult.
Als Schiffsmodelle stehen unterschiedlichste Containerschiffe, Tanker, Fahrgastschiffe, Schlepper und Binnenschiffe zur Auswahl (ca. 100). Mit dem jetzigen System können Ausbildungsgänge und Übungen in ca. 50 unterschiedlichen Seegebieten durchgeführt werden. Weitere Schiffsmodelle, aber auch See- und Hafengebiete, können je nach Bedarf selbst erstellt werden.
Für den technischen und personellen Ausbau der Fachrichtung Nautik an der Hochschule Bremen fließt neben staatlichem auch privates Geld. So erhält die Hochschule Bremen drei Jahre lang jährlich 250.000 Euro aus Mitteln des Verbandes Deutscher Reeder, vom Bremer Rhederverein sind es 325.000 Euro. Hinzu kommen 250.000 Euro des Landes Hamburg für die Hochschule Bremen. Weitere Gelder fließen aus Mitteln des Hochschulpaktes.
Im Studiengang Diplom-Wirtschaftingenieur für Seeverkehr („Nautik“) sind derzeit 403 Studierende eingeschrieben. 85 junge Männer und Frauen nahmen zum Wintersemester 2008/2009 ein Nautik-Studium auf. Die Anzahl der Bewerbungen betrug 210, von denen 101 die Zulassungsvoraussetzungen erfüllten.
Ozeane bedecken 71 Prozent der Erdoberfläche. Rund zwei Drittel der Weltbevölkerung lebt heute an den Küsten der Weltmeere. Fast 95 Prozent des globalen Ferngüterhandels erfolgt durch den Schiffstransport. 3,5 Milliarden Tonnen Fracht und 350 Millionen Fahrgäste werden jährlich alleine in den europäischen Seehäfen abgefertigt. Nirgendwo wird die Globalisierung so deutlich wie auf den Weltmeeren.
Die See trennt nicht, sie verbindet. Moderne Industrienationen sind auf die Seefahrt angewiesen, wenn sie im globalen Zeitalter bestehen wollen. Solide und zukunftsorientierte Forschung und Ausbildung in Schiffbau, Meerestechnik oder Nautik sind daher ebenso notwendig wie moderne und leistungsfähige Seehäfen und Werften.
Mit dem jetzt gelieferten System setzen Rheinmetall und die Hochschule Bremen – das weltweit anerkannte Kompetenzzentrum im Bereich Schiffbau, Meerestechnik und Nautik – ihre Kooperation fort. Bereits seit 2004 ist dort ein von Rheinmetall gelieferter ANS 5000professional Simulator in Nutzung.
Der Schiffsführungssimulator ANS 5000professional zeichnet sich durch eine äußerst realistische Abbildung der maritimen Wirklichkeit aus. Unterschiedliche Strömungen, Gezeiten, Seegänge, Umwelt- und Witterungseinflüsse sowie Ufer- und Grundbeschaffenheiten lassen sich ebenso realistisch nachstellen wie die Simulation von unterschiedlichen Schiffstypen vom kleinen Schlepper bis hin zum Post-Panmax Containerschiff der neuesten Generation mit über 400 Meter Länge.
Die flexible Simulationsanlage erlaubt die Simulation unterschiedlicher Antriebsarten und Steuerungseinrichtungen sowie Navigations- und Kommunikationssysteme. Damit ermöglicht das Simulationssystem nicht nur das Fahren im freien Seeraum, in Küstennähe oder in Kanälen, sondern auch das Fahren als Freifahrer oder in Schleppverbänden unter nahezu allen vorkommenden nautischen Bedingungen.
Die Außensichtdarstellung der simulierten Brücke erfolgt durch modernste Computer generierter Bilddarstellung in höchster Auflösung. Das horizontale Sichtfeld deckt dabei einen Bereich von 270 Grad ab und ließe sich bei Änderung der baulichen Gegebenheiten auf bis 360 Grad erweitern.
Sensoren und Navigationsinstrumente wie zum Beispiel GPS/DGPS, Loran-C, Echolot oder Dopplerlog werden realistisch simuliert und auf Bildschirmen dargestellt. Weitere Highlights der Simulation bieten die angeschlossenen realen Brückenkomponenten wie z.B. ein NACOS System (Bahnführung) von SAM Electronics, das durch seine Radargeräte, ECDIS (elektronische Seekarte) und AIS (automatische Schiffsidentifikation) - Systeme, die die Simulation kaum noch von der Wirklichkeit unterscheiden lassen.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil des zweiten Simulationssystems ist, dass es im Verbund mit dem bereits vorhandenen Simulationssystem eingesetzt werden kann. Jeder Simulator simuliert in dieser Konfiguration ein Eigenschiff in einer gemeinsamen Szene, wobei sich die Eigenschiffe gegenseitig beeinflussen können. Zusätzlich stehen zwei Schlepperarbeitsplätze (1 x Voith-Antrieb, 1 x Schottel-Antrieb) zur Verfügung. Beide Schlepper können als weitere Eigenschiffe in das Übungs- oder Trainingsszenario eingefügt werden. Auf diese Weise sind besonders anspruchsvolle Übungen durchführbar.
Die simulierten Manöver lassen sich intensiv kontrollieren und auswerten. Der Ausbilder kann sämtliche Simulationsdaten überwachen und grafisch darstellen. Er kann die Umwelt und fremde Schiffe steuern sowie Fehlfunktionen für das Eigenschiff einspielen. Sämtliche Übungen werden aufgezeichnet und können zur späteren Auswertung oder Übungsnachbereitung auf einer Grossbildlagedarstellung wiedergegeben werden.
Für Rückfragen:
Hochschule Bremen - University of Applied Sciences
Fakultät 5 - Natur und Technik
Fachrichtung Nautik
Kapitän B.Sc.Willi Wittig, MSc.
Tel.: +49-(0)421-5905-4601
willi.wittig@hs-bremen.de
Rheinmetall AG, Presse und Information
Oliver Hoffmann
Tel.: +49-(0)211 - 473 4748
oliver.hoffmann@rheinmetall.com
www.rheinmetall.com
Ozeane bedecken 71 Prozent der Erdoberfläche. Rund zwei Drittel der Weltbevölkerung lebt heute an den Küsten der Weltmeere. Fast 95 Prozent des globalen Ferngüterhandels erfolgt durch den Schiffstransport. 3,5 Milliarden Tonnen Fracht und 350 Millionen Fahrgäste werden jährlich alleine in den europäischen Seehäfen abgefertigt. Nirgendwo wird die Globalisierung so deutlich wie auf den Weltmeeren.
Die See trennt nicht, sie verbindet. Moderne Industrienationen sind auf die Seefahrt angewiesen, wenn sie im globalen Zeitalter bestehen wollen. Solide und zukunftsorientierte Forschung und Ausbildung in Schiffbau, Meerestechnik oder Nautik sind daher ebenso notwendig wie moderne und leistungsfähige Seehäfen und Werften.
Mit dem jetzt gelieferten System setzen Rheinmetall und die Hochschule Bremen – das weltweit anerkannte Kompetenzzentrum im Bereich Schiffbau, Meerestechnik und Nautik – ihre Kooperation fort. Bereits seit 2004 ist dort ein von Rheinmetall gelieferter ANS 5000professional Simulator in Nutzung.
Der Schiffsführungssimulator ANS 5000professional zeichnet sich durch eine äußerst realistische Abbildung der maritimen Wirklichkeit aus. Unterschiedliche Strömungen, Gezeiten, Seegänge, Umwelt- und Witterungseinflüsse sowie Ufer- und Grundbeschaffenheiten lassen sich ebenso realistisch nachstellen wie die Simulation von unterschiedlichen Schiffstypen vom kleinen Schlepper bis hin zum Post-Panmax Containerschiff der neuesten Generation mit über 400 Meter Länge.
Die flexible Simulationsanlage erlaubt die Simulation unterschiedlicher Antriebsarten und Steuerungseinrichtungen sowie Navigations- und Kommunikationssysteme. Damit ermöglicht das Simulationssystem nicht nur das Fahren im freien Seeraum, in Küstennähe oder in Kanälen, sondern auch das Fahren als Freifahrer oder in Schleppverbänden unter nahezu allen vorkommenden nautischen Bedingungen.
Die Außensichtdarstellung der simulierten Brücke erfolgt durch modernste Computer generierter Bilddarstellung in höchster Auflösung. Das horizontale Sichtfeld deckt dabei einen Bereich von 270 Grad ab und ließe sich bei Änderung der baulichen Gegebenheiten auf bis 360 Grad erweitern.
Sensoren und Navigationsinstrumente wie zum Beispiel GPS/DGPS, Loran-C, Echolot oder Dopplerlog werden realistisch simuliert und auf Bildschirmen dargestellt. Weitere Highlights der Simulation bieten die angeschlossenen realen Brückenkomponenten wie z.B. ein NACOS System (Bahnführung) von SAM Electronics, das durch seine Radargeräte, ECDIS (elektronische Seekarte) und AIS (automatische Schiffsidentifikation) - Systeme, die die Simulation kaum noch von der Wirklichkeit unterscheiden lassen.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil des zweiten Simulationssystems ist, dass es im Verbund mit dem bereits vorhandenen Simulationssystem eingesetzt werden kann. Jeder Simulator simuliert in dieser Konfiguration ein Eigenschiff in einer gemeinsamen Szene, wobei sich die Eigenschiffe gegenseitig beeinflussen können. Zusätzlich stehen zwei Schlepperarbeitsplätze (1 x Voith-Antrieb, 1 x Schottel-Antrieb) zur Verfügung. Beide Schlepper können als weitere Eigenschiffe in das Übungs- oder Trainingsszenario eingefügt werden. Auf diese Weise sind besonders anspruchsvolle Übungen durchführbar.
Die simulierten Manöver lassen sich intensiv kontrollieren und auswerten. Der Ausbilder kann sämtliche Simulationsdaten überwachen und grafisch darstellen. Er kann die Umwelt und fremde Schiffe steuern sowie Fehlfunktionen für das Eigenschiff einspielen. Sämtliche Übungen werden aufgezeichnet und können zur späteren Auswertung oder Übungsnachbereitung auf einer Grossbildlagedarstellung wiedergegeben werden.
Für Rückfragen:
Hochschule Bremen - University of Applied Sciences
Fakultät 5 - Natur und Technik
Fachrichtung Nautik
Kapitän B.Sc.Willi Wittig, MSc.
Tel.: +49-(0)421-5905-4601
willi.wittig@hs-bremen.de
Rheinmetall AG, Presse und Information
Oliver Hoffmann
Tel.: +49-(0)211 - 473 4748
oliver.hoffmann@rheinmetall.com
www.rheinmetall.com



